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Biografie Hans Goltz

Die Jahre 1911-1927

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Künstler, die in der Galerie Hans Goltz ausgestellt wurden

 Heinrich Ehmsen hatte 1920 eine umfangreiche Gesamt-Ausstellung in der Galerie Hans Goltz.


Heinrich Ehmsen wurde am 9. August 1886 in Kiel geboren. Von 1906 bis 1909 studierte er an der Kunstgewerbeschule in Düsseldorf bei Behrens, Ehmcke und Thorn-Prikker.

Von 1909 bis 1911 unternahm er eine Studienreise nach Paris und ab 1912 hielt er sich des öfteren in München auf. Hier machte er die Bekanntschaft mit den Künstlern des "Blauen Reiters" und des "Sturm"-Kreises.

Von 1914 bis 1918 absolvierte wurde er zum Militär einberufen. Danach hatte er Kontakt zur "Novembergruppe", die von
Max Pechstein, Erich Mendelsohn und Rudolf Belling ins Leben gerufen wurde. Die Gruppe versuchte, die politischen Ziele der Novemberrevolution in den Bereich der Kunst zu übernehmen.

Ab 1919 wohnte Ehmsen in Düsseldorf und auch in München, wo er 1920 seine erste umfassende Ausstellung in der Galerie von Hans Goltz hatte.

1929 übersiedelte er nach Berlin, danach nahm er 1930 eine Lehrtätigkeit an der Deutschen Akademie in Rom auf. 1932 reiste er in die Sowjetunion, wo er in Moskau eine Ausstellung hatte.

1933 wurden seine Werke von den Nationalsozialisten als "
entartet" diffamiert, am 18. Oktober wurde er von der Gestapo verhaftet und 1934 wurde er für "wehrunwürdig" erklärt.

In den Jahren 1936 bis 1939 unternahm Ehmsen Studienreisen nach Dalmatien, Sizilien und Nordafrika.

1938 beschlagnahmten die Nationalsozialisten alle seine Werke aus 15 Museen. 1940 wurde er zum Militärdienst einberufen und zwei Jahre später als als "unzuverlässig" eingestuft und in eine Propaganda-Staffel an die Ostfront beordert.

Während seines Militärdienstes organisierte er 1941 in Weimar eine Ausstellung für französische Künstler und Schriftsteller, wie André Derain und Maurice Vlaminck.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begann Ehmsen als Professor und stellvertretender Direktor zusammen mit Carl Hofer die Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg wieder neu zu organisieren. 1950 wurde er Mitglied der Deutschen Akademie der Künste in Ost-Berlin.

Heinrich Ehmsen starb am 6. Mai 1964 in Berlin.
(WP)




Expressionismus und Wahnsinn

Der "Irre" war eine zentrale Figur im Ideenfundus der Expressionisten. Was steckt hinter der Beschäftigung mit dem Thema Wahnsinn bei einer Künstlergeneration, die selbst immer wieder der Diffamierung als "geisteskrank" ausgesetzt war, schon lange bevor die Nazis ihr mit der Femeschau "Entartete Kunst" den vernichtenden Schlag versetzen wollten? Erstmals wird in diesem Band das Verhältnis expressionistischer bildender Künstler zum Wahnsinn ausgelotet. Neben Werken von Alfred Kubin, Erich Heckel, Conrad Felixmüller, Christian Schad, Otto Dix, Wallter Gramatté, Heinrich Ehmsen und Elfride Lohse-Wächtler werden auch die künstlerisch tätige Patienten psychatrischer Kliniken der Zeit vorgestellt.

Herausgeber Thomas Röske
Format 25 x 23,5 cm, 192 Seiten, 81 Farbabbildungen, broschiert. Erschienen im Prestel Verlag

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  Ausstellungen der Galerie Goltz von 1912 bis 1927



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