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Raubkunst - Kunstraub

Wer sich bis zur Seite 379 durch dieses beanspruchende und anspruchsvolle Recherche- und Wiedergabewerk zur Raubkunst im Zweiten Weltkrieg und der Rolle der Schweiz im Zusammenhang mit gestohlenen Kulturgütern "durchgekämpft" hat, der kann regelrecht "befreit" lesen:

"Ich habe versucht, eine möglichst nüchterne, sachliche Darstellung des Handels mit illegal erworbener Kunst in der Schweiz zur Zeit des Zweiten Weltkriegs zu geben, eine faire Schilderung der Akteure und ihrer Handlungen. Ich habe dabei meine Emotionen zurückgehalten und meine Empörung fürs Schlusskapitel aufgespart."

Respekt kommt auf für Thomas Buomberger, nicht nur wegen seiner akribischen Forschungsarbeit, die durch eine umfangreiche Bibliografie, einen Tabellenanhang und ein nicht minder umfangreiches Personenregister ergänzend belegt ist, sondern vor allem wegen seines sachlichen Umgangs mit den Geschehnissen, die keinen Leser unberührt lassen und dem einen oder anderen eine tägliche, verträgliche Höchstdosis von 50 Seiten gestatten mögen.

Empörung, Wut, unverständiges Kopfschütteln, resignierende Ohnmachtsgefühle und vielerlei mehr Emotionen sind die Begleiter der Lektüre zum Geschäft mit widerrechtlich erworbener Kunst, das anhand einer Vielzahl an Einzelbeispielen exemplarisch geschildert ist.

Vor seinem befreienden Schlusswort hat sich der Autor auch des Schicksals von "
Tote Stadt III" angenommen, was belegt, dass nicht nur die Schweiz in diesen illegalen Kunsthandel verstrickt gewesen ist.

Thomas Buombergers Schlusswort endet mit der Feststellung:

"Weltweit ist eine grosse Zahl von Fällen von Raubkunst noch ungelöst. Vielleicht hilft meine Arbeit mit, die eine oder andere Fährte aufzunehmen, das eine oder andere Kunstwerk den rechtmässigen Eigentümern zurückzugeben. Ein Ziel war es, einen bescheidenen Beitrag zu leisten, damit den einst Bestohlenen bzw. deren Nachkommen Gerechtigkeit geschehe. Zu zeigen, wer was gemacht hat, kann ein erster Schritt dazu sein."

Des Rezensenten Meinung ist, "Raubkunst - Kunstraub" ist kein "bescheidener Beitrag", sondern eine wertvolle Orientierungshilfe für all diejenigen, denen die Erhellung dieses düstersten Kapitels europäischer Kulturgeschichte ein persönliches Anliegen ist. (Rika Wettstein)

Das Buch ist im
Orell Füssli Verlag erschienen.


Raubkunst - Kunstraub

Raubkunst - Kunstraub
von Thomas Buomberger

Gebundene Ausgabe
379 Seiten, 20 Abbildungen
Orell Füssli Verlag

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Zum Thema:

 Die Machenschaften um
Paul Klees Bild "Sumpflegende"

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