Mord im Zeichen des Zen

An einem verschneiten Samstagmorgen im Januar taucht in Liebau, einer Ortschaft östlich von Freiburg, ein junger asiatischer Mönch auf. In Kutte, Sandalen und am Kopf verletzt lässt er sich auf dem Kirchplatz im Schneidersitz nieder. Allein damit tut er das, was der Ortsbürgermeister Tage später der Freiburger Kriminalhauptkommissarin Luise Bonì entgegen hält: "Sie importieren eine Welt, die wir nicht wollen. Sie passen nicht hierher."

Weil der um Tradition und Ruhe besorgte Bürgermeister in seinem Verantwortungsbereich nichts Unpassendes will, muss sich die Polizeidirektion Freiburg des sonderbaren Mönches annehmen. Beauftragt mit dem Abklären des Woher und Warum wird Louise Bonì, 42 Jahre alt, geschieden, mit ramponiertem seelischem Gleichgewicht, das auch mit zunehmendem Alkoholkonsum nicht ins Lot kommt.

Wer weiß, wie sich die Geschichte entwickelt hätte, wenn ihr Vorgesetzter Rolf Bermann, chauvinistischer Leiter des Dezernats II, nicht darauf bestanden hätte, dass Louise Bonì trotz deren heftiger Weigerung nach Liebau zu fahren hatte. Wenn schon zur Wochenendarbeit vergattert, versucht sie hartnäckig die Ursache der Verletzungen des Mönches, der weiter wandert, zu ergründen. Ein toter und ein schwer verletzter Ortspolizist, die in diese Arbeit eingebunden sind, sind am Sonntag zu beklagen. Als Konsequenz dessen und wegen ihrer ausgeprägten Alkoholabhängigkeit wird Louise Bonì mit der Auflage, sich einer Therapie zu unterziehen, in den Krankenstand geschickt.

Allein, die Vorgänge lassen ihr keine Ruhe. Sie recherchiert eigenmächtig weiter und entfernt sich dabei immer mehr von der Auffassung ihrer Kollegen, der mittlerweile verschwundene Mönch sei für den Tod und die Verwundung der Polizisten verantwortlich. Ein ungeheuerlicher Verdacht bemächtigt sich ihrer, als sie dem Kloster des Mönches in der Nähe des elsässischen Mulhouse ihren ersten Besuch abgestattet hat. Die darauf folgenden Tage verdichten ihn und bringen Louise Bonì in akute Lebensgefahr, und dies ausgerechnet im Nachbarland Frankreich.

Grenzüberschreitendes Tätigwerden ist angesagt, an welchem auch Louise Bonì mit zumindest Billigung der Kollegen beteiligt wird. Als alles überstanden ist, meint Rolf Bermann seiner ungefügigen Untergebenen gegenüber: "Okay".

Diesem "Okay" kann sich jeder anschließen, der einen wohl durchdachten Kriminalroman mit ungewöhnlichen Charakteren, die sprachlich bestens nahe gebracht werden, zu schätzen weiß.

Das Buch ist im
Fischer Taschenbuch Verlag erschienen.

Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden

Mord im Zeichen des Zen

Mord im Zeichen des Zen
Von Oliver Bottini
384 Seiten, Broschur,
Fischer Taschenbuch Verlag

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Weiterer Krimi von Oliver Bottini:
Im Sommer der Mörder

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