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Murgtalbahn

Streckenverlauf 2002 Rastatt/Raumünzach


Gesamter Streckenverlauf der Murgtalbahn

Die Murgtalbahn gehört zu den landschaftlich schönsten Eisenbahnstrecken des Schwarzwaldes. Ab Gaggenau wird die Strecke zunehmend zwischen der Murg und dem Felsmassiv regelrecht "in die Zange genommen". Speziell der südliche Teil zwischen Gernsbach und Freudenstadt ist mit seinen zehn Tunneln und acht Brücken auch in technischer Hinsicht von Interesse. An Baiersbronn beginnt die Steilstrecke, die bis 1924 noch per Zahnrad bewältigt wurde.

Bahnhöfe und Haltepunkte

Rastatt 0,0
Rastatt Beinle 1,3
Kuppenheim 4,4
Bischweier 6,0
Bad Rotenfels Schloss 8,0
Bad Rotenfels Bf 8,7
Bad Rotenfels Weinbrennerstr. 9,5
Gaggenau Bf 10,4
Gaggenau DaimlerChrysler 11,3
Ottenau 12,4
Hörden 13,9
Gernsbach Bf 15,6
Gernsbach Mitte 16,2
Obertsrot 18,3
Hilpertsau 19,1
Weisenbach 20,7
Au im Murgtal 21,8
Langenbrand 24,0
Gausbach 26,1
Forbach 26,8
Raumünzach 31,4

Ab 2003
Kirschbaumwasen 34,3
Schönmünzach 36,5
Schwarzenberg 37,9
Huzenbach 39,9
Röt 43,0
Heselbach 45,2
Klosterreichenbach 46,4
Baiersbronn Schule 48,9
Baiersbronn Bf 49,7
Friedrichstal bei Freudenstadt 52,3
Freudenstadt Stadt 55,5
Freudenstadt Schulzentrum 56,3
Freudenstadt Hbf 58,2


BADEN-BADEN   Umgebung

Murgtalbahn

Die Murgtalbahn verbindet die Städte Rastatt und Freudenstadt. Die 58 km lange Eisenbahnstrecke wurde im Zeitraum von 1868 bis 1928 erbaut. Die lange Bauzeit lag in erster Linie an den zähen Verhandlungen zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg über den genauen Verlauf der Bahn.

Am 1. Juni 1868 wurde der Abschnitt Rastatt – Gernsbach eröffnet, am 1. Mai 1894 wurde die Verlängerung nach Weisenbach in Betrieb genommen. Eigentümerin war zunächst die Murgtal-Eisenbahn-Gesellschaft, die vor allem auf Betreiben der Stadt Gernsbach zustande gekommen war; den Betrieb führte die Badische Staatsbahn, die ab 1. Juli 1904 auch Eigentümerin geworden ist. Auf württembergischer Seite wurde von der dortigen Staatsbahn die Strecke Freudenstadt – Klosterreichenbach am 20. November 1901 eröffnet. Auf badischer Seite ging es mit dem Bau der Strecke 1910 weiter, als der Streckenabschnitt Weisenbach – Forbach eröffnet wurde und am 4. Mai 1915 der Abschnitt Forbach – Raumünzach. Am 13. Juli 1928 wurde schließlich die Lücke zwischen Raumünzach und Klosterreichenbach geschlossen, so dass die Murgtalbahn - jetzt schon ein Teil der Deutschen Reichsbahn - von Rastatt nach Freudenstadt durchgängig befahrbar war.

Hinzu kamen Steigungen von bis zu 5% auf einigen Streckenabschnitten, die sich in den ersten Betriebsjahren, ähnlich wie bei der Höllentalbahn, nur als Zahnradbahn betreiben ließen. Ein echter Durchgangsverkehr auf der Murgtalbahn entwickelte sich wegen dieser Steilabschnitte nie. Trotzdem verkehrte bis zum Ende des 20. Jahrhunderts einmal am Tag auf der Murgtalbahn ein Fernverkehrszugpaar bis ins Ruhrgebiet. Mitte der achtziger Jahre kamen allerdings Stilllegungsgerüchte auf.

Schließlich einigten sich die beteiligten Landkreise und Kommunen auf eine Sanierung der Strecke zur Steigerung der Attraktivität für die Fahrgäste. Das Konzept sah eine Umstellung auf den Betrieb mit Elektrolokomotiven und Stadtbahnen der AVG vor, die als Zweisystemfahrzeuge sowohl als Eisenbahn als auch als Straßenbahn verkehren können. Die Elektrifizierung der Strecke wurde in mehreren Teilabschnitten durchgeführt: 2002 wurde der Stadtbahnbetrieb von Rastatt bis Raumünzach aufgenommen, Ende 2003 von Raumünzach bis Freudenstadt Stadt und erreichte im Juni 2004 ihren vorläufigen Abschluss, als die erste Stadtbahn Freudenstadt Hauptbahnhof erreichte und auch entgegen der Steigung aus eigener Kraft wieder Richtung Karlsruhe verlassen konnte.


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Loßburg
Alpirsbach
Kloster Alpirsbach


Die Murgtalbahn

Die Murgtalbahn: Von den Anfängen bis heute
75 Jahre durchgehender Eisenbahnverkehr von Rastatt nach Freudenstadt
Von Klaus Scherff
Herausgegeben von der Albtal-Verkehrsgesellschaft mbH
144 Seiten, 133 zum Teil farbige Abbildungen, fester Einband, Verlag Regionalkkultur

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