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BADEN-BADEN
Umgebung
Kloster Reichenbach
Das Kloster Reichenbach war ein Benediktinerkloster
in Klosterreichenbach, einem Ortsteil der Gemeinde
Baiersbronn.
Die Gründung geht auf eine Schenkung an das
Kloster Hirsau zurück. Der Stifter war ein
Mann namens Bern, von welchem nichts näheres
bekannt ist. Nach dem Reichenbacher Schenkungsbuch
machten sich im Mai 1082 drei Mönche und
fünf Laienbrüder des Klosters Hirsau auf
den Weg zur Mündung des Reichenbachs in den
Nordschwarzwald.
Im Jahre 1085 wurde die Klosterkirche von Bischof
Gebhard von Konstanz zu Ehren des Heiligen Gregor
eingeweiht. Der Ortsname Gregorszell konnte sich in
der Folgezeit jedoch nicht durchsetzen. Die
Klosterkirche besteht im wesentlichen aus einem
einschiffigen romanischen Langhaus. Neben der
Klosterkirche entstanden weitere Gebäudeteile
wie: der Konventsbau, das Krankenhaus, ein
Novizenhaus, eine Mühle, ein Viehhof und eine
Herberge. Die letzten Baumaßnahmen wurden im
16. Jahrhundert durchgeführt.
Das Kloster Reichenbach blieb stets ein Priorat des
Klosters Hirsau und blieb von diesem abhängig
los. Die Vogteirechte des Klosters lagen bei den
Grafen
von Eberstein.
Auf Grund des Priorat des Klosters Hirsau, meldeten
die Grafen von Württemberg
Besitzansprüche am Kloster Reichenbach an. Der
Konflikt zwischen Baden und Eberstein einerseits
und Württemberg andererseits verschärfte
sich, als 1535 das Kloster Hirsau reformiert wurde
und 1595 Herzog Friedrich I. von Württemberg
das Kloster besetzte. 1603 wurde das Kloster
Reichenbach reformiert und ein protestantischer
Pfarrer eingesetzt. Einige Teile des Klosters wie
Mühle und Höfe wurden
veräußert. Im Dreißigjährigen
Krieg wurde das Kloster rekatholisiert und von
Mönchen der Benediktinerabtei St. Martin aus
Wiblingen wieder besiedelt. Die Mönche mussten
aber nach dem Westfälischen Frieden erneut
abziehen.
Im 19. Jahrhundert wurde das Kloster als Baudenkmal
wiederentdeckt und nach den damaligen Vorstellungen
renoviert. In den Jahren 1965 bis 1968 wurde die
Kirche nach den ursprünglichen romanischen
Baustil einer Mönchkirche wieder hergestellt.
Der Grundriss der Kirche erinnert stark an den
Grundriss der Kirche St. Aurelius in Hirsau. Die
Gemeinde nutzte einen der Türme als
Ausnüchterungszelle und einen ehemaligen
Fruchtkasten zuerst als Krankenhaus und dann als
Getreidespeicher.
Heute befindet sich im Klostergebäude die
evangelische Gemeinde. Auf dem
Klostergrundstück wurde 1991 der evangelische
Beate-Paulus-Kindergarten errichtet.
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