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BADEN-BADEN
Umgebung
Landkreis Rastatt
Iffezheim-Fischpass
Wanderung der Rheinfische
Bei der Staustufe Iffezheim befindet sich ein
Fischpass (Fischtreppe). Hier werden auch die
Fischwanderungen dokumentiert.
So berichtete das Regierungspräsidium
Karlsruhe 2005 in einer Presseerklärung:
Bei Meerforelle und Lachs sind die Aufstiegszahlen
gegenüber 2004 um etwa 30 Prozent zurück
gegangen. Dafür ist das Auftreten von
Maifischen konstant geblieben. Nach wie vor ist der
Fischpass Iffezheim am Rhein für die Fische
das Tor zum Oberrhein. Noch Anfang 2000 endete an
der Staumauer die Reise der Wanderfische. Seit Juli
2000 können die Fische über den 300 m
langen Fischpass ins 11 Meter höher gelegene
Oberwasser der Staustufe gelangen und
anschließend bis Gamsheim weiter schwimmen.
Fischereiexperten gehen deshalb davon aus, dass im
Frühjahr diesen Jahres für Meerforelle,
Lachs und andere der Weg ins Kinzig-System frei
werden wird. Auch für den Rückgang der
Fischwanderung von Meerforelle und Lachs hat der
Experte eine Erklärung: "Der verstärkte
Fang dieser Fische im holländischen Rheindelta
dürfte dafür der Grund sein." Um so
erfreulicher sei es, dass der Maifisch inzwischen
zwar noch in geringen Stückzahlen aber
konstant auftritt. Dieser mit den Heringen
verwandte Fisch war früher der "Brotfisch" der
Berufsfischerei. Maifische zogen vor etwa 100
Jahren in Massen den Rhein und den Neckar hoch um
abzulaichen. Danach machten sie sich rar.
Der Fischereireferent am Regierungspräsidium
macht jedoch darauf aufmerksam, dass nicht nur
für die sogenannten Langstreckenschwimmer
unter den Wanderfischen wie Meerneunauge, Aal,
Meerforelle und Lachs die Fischpässe
lebensnotwendig seien. Auch die Fische mit
mittlerem Wandervermögen seien
Nutznießer des Iffezheimer Fischpasses. Dazu
zählen laut Mitteilung des
Regierungspräsidiums die Barben, Brachse und
Nasen. Sie sind die typischen Flussfischarten des
Rheins und wanderten im vergangenen Jahr zu
Tausenden den Fischpass aufwärts. Dabei waren
nach Beobachtung der Experten die Barben mit
über 7000 Exemplaren die am häufigste
vertretene Fischart. Der Massenandrang bei den
Brachsen im Frühjahr blieb indessen weitgehend
aus. Während im Jahr 2004 über 12000
Exemplare dieser Art aufstiegen, waren es im Jahr
2005 nur noch etwas über 4000.
Insgesamt nutzten im vergangenen Kalenderjahr 25
Fischarten die Möglichkeit, die Staustufe zu
überwinden. Dort sollen die Fische ablaichen
und ihren Bestand sichern helfen.
Von den derzeit etwa 40 Fischarten im Rhein steht
ein Großteil auf der sogenannten Roten Liste
von Baden-Württemberg, dies bedeutet dass
diese Arten in ihrem Fortbestand gefährdet
oder gar stark gefährdet sind.

Staustufe am Rhein mit
Wasserkraftwerk und Fischpass (Foto:
WIKIPEDIA)
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