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Landkreis Rastatt
Heinz Fütterer
Der am 14. Oktober 1931 in Elchesheim-Illingen geborene Heinz Fütterer war
einer der erfolgreichsten Sprinter. Seine
größten Erfolge waren drei
Europameistertitel 1954 und 1958, die Einstellung
des 100-m-Weltrekords 1954, 1955 neuer
Hallenweltrekord über 60 m sowie eine
olympische Bronzemedaille 1956. Heinz Fütterer
erzielte 536 internationale Siege und wurde von
1953 bis 1955 nicht einmal besiegt.
Heinz Fütterer wurde der "weiße Blitz"
genannt. Der Europa- und Weltrekordler konnte in
den frühen 1950er Jahren als einziger
weißer Sprinter mit den dunkelhäutigen
US-amerikanischen Läufern mithalten.
Fütterer war jahrelang Deutschlands
schnellster Sprinter. Seinen ersten 100 m-Sprint
kurz nach Kriegsende gewann er noch als
"Barfüßler".
Sein Talent wurde 1943 im Alter von 12 Jahren bei
einem Sportfest entdeckt. Seine Karriere begann
unter Trainer Lorenz Hettel (1947-1949) beim SV
Germania Bietigheim, mit dem er 1949 zum ersten Mal
deutscher Meister im Weitsprung wurde. Den
Weitsprung gab er bald darauf auf.
Von 1950-52 wurde er von Prof. Robert Suhr, von
Helmut Häfele von 1952 bis zum Ende seiner
Karriere (1958) trainiert.
1952 war er für Olympia qualifiziert, erlitt
aber kurz vor dem Beginn der Spiele einen
Muskelriss. Seine große Zeit begann 1953 mit
3 mit Brustbreite verlorenen Rennen gegen Bragg in
Mailand, London und Oslo. In Berlin schlug er Bragg
zum ersten Mal (ca. 10,4 und 21,1).
Am 31. Oktober 1954 stellte er mit handgestoppten
10,2 Sekunden den Weltrekord von Jesse Owens im
100-Meter-Lauf in Japan ein. Ebenfalls 1954 stellte
er den Europarekord über 200 m in 20,9 s ein
und verbesserte ihn noch im selben Jahr auf 20,8 s.
Am Ende des Jahres wurde er von den
Sportjournalisten trotz des WM-Siegs der Deutschen
Fußballnationalmannschaft zum Sportler des
Jahres in Deutschland gewählt.
Im Februar 1955 stellte er einen Hallenweltrekord
über 60 m in 6,5 s auf.
1956 war im Mai das erste Sportfest, bei dem er
für den Trainingsplan viel zu gute Zeiten
erzielte. Im Juli startete er erst über 100 m
und bemerkte dabei eine leichte
Muskelverhärtung. Deshalb wollte er über
200 m nicht starten. Wie er vermutet, wurde von
DDR-Seite eine Lautsprecherdurchsage veranlasst,
dass er doch starten wolle. So probierte er es,
weil er das Publikum nicht enttäuschen wollte,
und musste in der Kurve mit einem Muskelriss
aufgeben und mit der Bahre vom Platz getragen
werden. Den anschließenden
Trainingsrückstand konnte er nicht mehr
aufholen, weil die Genesung damals viel länger
als heute dauerte. So lief er bei Olympia nur die
100 m und die Sprintstaffel. Über 100 m schied
er (wahrscheinlich mit 10,6 s) im Zwischenlauf
aus.
Bei den deutschen Meisterschaften 1958 wurde er
über 100 m Dritter hinter Manfred Germar und
Armin Hary. In Köln lief er am 29.8.1958 in
der Besetzung Lauer, Steinbach, Fütterer,
Germar über 4 x 100 m Weltrekord in 39,5
s.
Heinz Fütterer wohnt in Elchesheim-Illingen im
Olympiaweg. 2004 schenkte er seine Medaillen und
Pokale seiner Heimatgemeinde. Sie stehen im
Heimatmuseum, der alten Illinger Kirche.
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Kunst- und Kulturdenkmale
im Landkreis Rastatt und in
Baden-Baden.
von Clemens Kieser, Karlfriedrich Ohr,
Wolfgang Stopfel, Martin Walter.
360 Seiten mit 135 farbigen und 40
s/w-Abbildungen, Theiss Verlag,
Stuttgart
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