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BADEN-BADEN
Umgebung
Gaggenau
Gaggenau hat etwa 30000 Einwohner und liegt etwa 8
km nordöstlich von Baden-Baden. Sie ist nach der Kreisstadt
Rastatt die zweitgrößte Stadt des
Landkreises
Rastatt.
Das Stadtgebiet Gaggenaus gliedert sich in die
Kernstadt und die 7 Stadtteile Bad Rotenfels,
Freiolsheim, Hörden, Michelbach, Oberweier,
Selbach und Sulzbach. Zu einigen Stadtteilen
gehören weitere separat gelegene
Wohnplätze mit eigenem Namen, so etwa Winkel
zu Bad Rotenfels, Mittelberg und Moosbronn zu
Freiolsheim, Amalienberg und Ottenau zur Kernstadt
Gaggenau sowie Niederweier zu Oberweier.
Gaggenau wurde 1243 unter dem Namen "Gaggenaw"
erstmalig urkundlich erwähnt. Älter als
die Kernstadt ist u.a. der heutige Stadtteil Bad
Rotenfels, der in einem kaiserlichen
Schenkungsbrief bereits im Jahre 1041 genannt
wurde. Bis ins 19. Jahrhundert blieb Gaggenau ein
kleineres Dorf, das ursprünglich zum Ufgau, ab
dem 13. Jahrhundert zur Markgrafschaft Baden bzw.
ab 1535 zur Markgrafschaft Baden-Baden
gehörte. Bis 1689 gehörte der Ort zum Amt
Kuppenheim und dann zum Amt Rastatt, aus dem
später der Landkreis Rastatt hervorging. 1691
wurde der Ort durch die Franzosen fast
vollständig zerstört. 1772 entstand
unterhalb des Dorfes die Rindeschwendersche
Glashütte und mit ihr mehrere Wohnungen und
Werkstätten. Der eigentliche industrielle
Aufschwung begann jedoch erst ab 1873 durch
Gründung der Eisenwerke Michael
Flürscheims, die auf das markgräfliche
Hammerwerk zurückgehen. Danach wuchs die
Siedlung Gaggenau stark an und wurde
schließlich am 15. September 1922 aufgrund
ihrer Wirtschaftskraft zur Stadt erhoben.
Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt zu etwa 40 Prozent
zerstört und danach mit
regelmäßigem Straßennetz wieder
aufgebaut.
Bedeutendste Bauwerke der Stadt sind die beiden
Kirchen, die katholische Pfarrkirche St. Joseph aus
dem Jahr 1899 und die evangelische Kirche aus dem
Jahr 1891. Das Rathaus wurde 1957 erbaut.
Sehenswert sind auch der Kurpark und die
Schlossakademie im Stadtteil Bad Rotenfels, sowie
die Kirche aus dem Jahr 1762, die dem Heiligen St.
Laurentius geweiht ist und zu den Kleinodien
barocker Baukunst in der Region zählt. Weitere
Kirchen im Stadtgebiet sind die katholische Kirche
St. Johann Nepomuk in Hörden (Baujahr 1894),
die katholische Marienkirche im Fachwerkdorf
Michelbach aus dem 13. Jahrhundert mit
späteren Veränderungen, die katholische
spätgotische Kirche St. Johannes der
Täufer in Oberweier, die katholische Kirche
Selbach aus dem Jahr 1756 und die neuromanische
Kirche von 1884 in Sulzbach.
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150 Seiten, Silberburg-Verlag
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Seiten, viersprachig,
Silberburg-Verlag
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