|
BADEN-BADEN
Umgebung
Schwarzwaldhochstraße
Freudenstadt
Freudenstadt
liegt auf einem Hochplateau am Ostrand des
Nordschwarzwalds. Die nächstgelegenen
größeren Orte sind Offenburg im
Westen (ca. 36 km entfernt) und Tübingen im
Osten (ca. 47 km entfernt). Bekannt ist
Freudenstadt als heilklimatischer Kurort und
für seine planmäßige Anlage, deren
Zentrum Deutschlands größter Marktplatz
ist.
Freudenstadt ist Sitz und (nach Horb)
zweitgrößte Stadt des Landkreises
Freudenstadt. Für die umliegenden Gemeinden
bildet sie ein Mittelzentrum. Seit 1. Januar 1988
ist Freudenstadt Große Kreisstadt. Mit den
Gemeinden Bad Rippoldsau-Schapbach und Seewald hat
die Stadt Freudenstadt eine Verwaltungsgemeinschaft
vereinbart.
Freudenstadt liegt im nordöstlichen
Schwarzwald am Rande einer nach Osten flach
abfallenden schiefen Ebene, die Quellgebiet der zum
Neckar fließenden Glatt ist. Gleich westlich
des Stadtzentrums fällt das Gelände steil
zum tiefeingeschnittenen Tal des Forbachs ab, der
zur Murg
fließt. Unweit der Stadt und südlich von
ihr befindet sich der Kinzigursprung. Das
größtenteils waldbedeckte westliche
Stadtgebiet steigt zur Passhöhe am
Kniebis an.
Südlich des Ortsteils Kniebis entspringt die
Wolfach.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die
Stadt Freudenstadt. Sie werden im Uhrzeigersinn
beginnend im Norden genannt.
Baiersbronn,
Seewald, Grömbach, Pfalzgrafenweiler,
Dornstetten, Glatten, Loßburg und Bad
Rippoldsau-Schapbach (alle Landkreis
Freudenstadt)
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Freudenstadt gliedert sich in
die Kernstadt und die Stadtteile Dietersweiler (mit
Lauterbad), Grüntal-Frutenhof, Igelsberg,
Kniebis, Musbach (mit Obermusbach und Untermusbach)
sowie Wittlensweiler. Dabei handelt es sich
teilweise um ehemals selbständige Gemeinden,
teilweise aber auch um Siedlungen, die von
Freudenstadt aus aufgesiedelt wurden und keine
selbständigen Gemeinden waren. In jedem
Stadtteil gibt es einen Ortsvorsteher und meist
auch eine Verwaltungsstelle, bei welcher man die
wichtigsten Verwaltungsangelegenheiten vor Ort
erledigen kann.
Raumplanung
Freudenstadt ist ein Mittelzentrum innerhalb der
Region Nordschwarzwald, in dem Pforzheim als
Oberzentrum ausgewiesen ist. Zum Mittelbereich
Freudenstadt gehören die Städte und
Gemeinden Alpirsbach, Bad Rippoldsau-Schapbach,
Baiersbronn,
Betzweiler-Wälde, Dornstetten, Glatten,
Grömbach, Loßburg,
Pfalzgrafenweiler, Schopfloch, Seewald, Waldachtal
und Wörnersberg.
Bereits vor der Stadtgründung wurde in der
Umgebung der heutigen Stadt Silber abgebaut. Im
Jahre 1599 wurde die Stadt auf Geheiß von
Friedrich I. (Herzog von Württemberg)
gegründet, und zwar mit der Absicht, sie zur
neuen Residenz Württembergs zu machen. Die
Verlegung der Residenz sollte diese näher an
die württembergische Grafschaft
Mömpelgard heranrücken.

Baumeister Heinrich Schickhardt entwarf und baute
die Stadt. Sie erhielt einen zentralen,
quadratischen Platz, welcher eigentlich als
Schlossplatz dienen sollte. Um diesen herum wurden
die Straßen wie auf einem Mühlebrett
angeordnet. Bevor die Pläne jedoch vollendet
wurden, starb Herzog Friedrich I. Das Schloss wurde
nie gebaut, der Platz wurde als Marktplatz genutzt
und gilt heute mit 216 mal 219 Metern als der
größte Marktplatz Deutschlands.
1601 erfolgte die Grundsteinlegung der Stadtkirche
und die Namensgebung "Freudenstadt". Die
Einwohnerzahl wuchs durch Zuwanderung von
Glaubensflüchtlingen aus der Steiermark, aus
Kärnten und der Krain schnell. 1603 erhielt
die junge Stadt ein Wappen, den ersten
Bürgermeister und zwei Jahre später ihre
Gemarkung. Hierzu wurden Teile des Dornstetter
Waldgedings und der Nachbargemeinde Baiersbronn
abgetrennt. Freudenstadt wurde Sitz eines kleinen
Amtes. 1608 starb Friedrich I. (Herzog von
Württemberg) und mit ihm der Traum der
großen Residenzstadt. 1616 wurde der Weiler
Christophstal von Dornstetten eingegliedert.
1737 wurde Freudenstadt Sitz einer kleinen
Garnison. 1759 wurde das Amt Freudenstadt zum
Oberamt erhoben. Um 1800 entstand der Weiler
Friedrichstal, der jedoch 1839 nach Baiersbronn
umgegliedert wurde. Bereits 1833 war das
Stadtgebiet Freudenstadts um ca. 2.300 ha Wald des
ehemaligen Waldgedings vergrößert
worden. Im 19. Jahrhundert wurde Freudenstadt zur
Stadt der Handwerker. Dies wurde vor allem auch
durch Anschluss an das Eisenbahnnetz ab 1879
begünstigt. Um 1890 setzte der Kurbetrieb ein,
infolgedessen Freudenstadt ein beliebter Kurort
wurde.
1938 wurde das Oberamt Freudenstadt in den
Landkreis Freudenstadt überführt.
Während des Zweiten Weltkrieg war in der
Nähe von Freudenstadt bei dem 1000 Meter hoch
gelegenen Ortsteil Kniebis das
Führerhauptquartier Tannenberg. Am Ende des
Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt zu großen
Teilen zerstört, jedoch danach in Anlehnung an
die historische Bebauung wieder aufgebaut. Von 1945
bis 1952 gehörte Freudenstadt zum Land
Württemberg-Hohenzollern.
Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 erhielt der
Landkreis Freudenstadt seine heutige Ausdehnung. Er
wurde gleichzeitig Teil der neu gegründeten
Region Nordschwarzwald, die damals dem neu
umschriebenen Regierungsbezirk Karlsruhe zugeordnet
wurde. Damit wurde das ehemals
württembergische Freudenstadt nunmehr von der
ehemaligen badischen Hauptstadt Karlsruhe aus
verwaltet. Im Jahr 1986 überschritt die
Einwohnerzahl Freudenstadts die Grenze von 20000.
Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag
auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die
baden-württembergische Landesregierung dann
mit Wirkung vom 1. Januar 1988 beschloss.
Kultur und Sehenswürdigkeiten:
Bekannt ist Freudenstadt vor allem durch den
bereits oben erwähnte Marktplatz, der als
Wahrzeichen der Stadt gilt. An einer seiner Ecken
steht die evangelische Stadtkirche. Der Grundriss
dieser Kirche ist L-förmig, wobei sich die
Kanzel im Winkel zwischen den beiden Flügeln
befindet. An der gegenüberliegenden Ecke des
Marktplatzes steht das Rathaus. Ebenfalls auf dem
Marktplatz steht das Stadthaus, in dem sich das
Heimatmuseum mit den Themen Volkskunde,
Stadtgeschichte, Handwerk und Fremdenverkehr
befindet. Sehenswert ist auch das historische
Silberbergwerk. Theatervorstellungen finden vor
allem im Kurhaus statt.
In
Freudenstadt treffen Schwarzwald
Tälerstraße und
Schwarzwaldhochstraße zusammen.
Außerdem
führt die Deutsche Alleenstraße, die von
Rügen nach Konstanz führt, durch
Freudenstadt, das den Übergang von Abschitt 7
(von Bad Kreuznach nach Abschnitt 8 (nach Konstanz)
markiert. Auch die Fernwanderstrecken Mittelweg und
Ostweg führen durch die Stadt.
<< Zurück
Der
Landkreis Freudenstadt
Wanderkarte
bestellen
|
|
Im
Schwarzwald
Gudrun Mangold
Geb. Ausgabe, mit zahlreichen Abbildungen,
150 Seiten, Silberburg-Verlag
Rezension
lesen
Bestellen
|
 
|
|
Der
Schwarzwald
Martin Blümcke
Geb. Ausgabe, zahlreiche Farbfotos, 176
Seiten, viersprachig,
Silberburg-Verlag
Rezension
lesen
Bestellen
|
|