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Das Freiheitsmuseum Rastatt
Am 26. Juni 1974 wurde im Rastatter Schloss die
"Erinnerungsstätte für die
Freiheitsbewegungen in der deutschen Geschichte" im
Auftrag des Bundesinnenministeriums als
Außenstelle des Bundesarchivs
eröffnet.
Der damalige Bundespräsident Gustav Heinemann,
der diese Erinnerungsstätte angeregt hat, war
auf der Suche nach einer "geschichtsträchtigen
und zugleich symbolträchtigen Stätte"
gewesen, die als Ort für eine
Erinnerungsstätte zur Geschichte der
Freiheitsbewegungen geeignet war. Die Wahl war auf
Rastatt und sein Schloss gefallen, wo in der
Badischen
Revolution von 1848/49 der
Revolutionsrat tagte und später das
Standgericht der Sieger seine Urteile über die
Besiegten fällte.
Das Freiheitsmuseum, wie die Erinnerungsstätte
bald im Volksmund hieß, präsentiert seit
1974 nicht nur eine ständige Ausstellung,
sondern hat auch über die Jahre hinweg
Sonderausstellungen gezeigt, die vom Bundesarchiv
organisiert worden sind.
Im Laufe der Jahrzehnte zweimal neu geordnet,
bietet das Freiheitsmuseum Einblicke in die
Geschichte der demokratischen Entwicklung, begonnen
bei den Bauernkriegen des 16. Jahrhunderts und
endend bei der "friedlichen Revolution" in der
untergegangenen DDR.
Mit einbezogen sind die Zeit des
nationalsozialistischen Regimes, die
Emanzipationsbestrebungen von Juden und Frauen und
eine ausführliche Behandlung der sozialen
Frage.
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