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Karte Kaiserstuhl

 


BADEN-BADEN   Umgebung
Der Kaiserstuhl und Umgebung


Emmendingen

Mit seiner schönen Altstadt (unter anderem dem Stadttor, das Wahrzeichen der Stadt und dem Markgrafenschloß mit Stadtmuseum), der mittelalterlichen Ruine Hochburg, dem Weinanbau im Ortsteil Mundingen und anderen Sehenswürdigkeiten ist Emmendingen ein attraktiver Urlaubsort.

Emmendingen Stadttor
Stadttor

Museen:
In der ehemaligen Mikwe ist seit 1997 das Museum für jüdische Geschichte und Kultur Emmendingen untergebracht, das die Geschichte der Israelitischen Gemeinde der Stadt von der Gründung 1716 bis zur Vernichtung 1940 darstellt.

Im Zentrum für Psychiatrie gibt es ein Psychatrie-Museum, das die Geschichte der Emmendinger Heil- und Pflegeanstalt darstellt.

In Emmendingen ist das Deutsche Tagebucharchiv zu Hause. Dieses hat sich zur Aufgabe gemacht Tagebücher, Lebenserinnerungen und Briefwechsel, die oft im Keller oder auf dem Müll verschwinden, zu erhalten. Die sehr persönlichen Aufzeichnungen sind von großer Aussage für die Öffentlichkeit, da sie historische Ereignisse und Zeitläufe nachvollziehbar machen. Die Dokumente werden zu wissenschaftlichen Forschungszwecken zur Verfügung gestellt. Für Schulklassen, Gruppen und Privatpersonen werden auf Anfrage aber auch Führungen durchgeführt.

Im Stadtteil Bürkle-Bleiche gibt es einen Skulpturenweg, auf dem Bildhauerarbeiten angeschaut werden können.

Galerien:
Galerie im Tor
Sammlung Geyer-zu-Lauf
Galerie im Fotomuseum Hirsmüller (Markgrafenschloss)

Bauwerke:
Das Markgrafenschloss ist ein Renaissance-Bau mit achteckigen Treppenturm an der Nordseite. Das Gebäude war ursprünglich ein Hof des Klosters Tennenbach und wurde 1588 von Jakob III. von Baden-Hachberg (1577-1590) erworben, der es zu einem Schloss umgestaltete. 1590 fand in einem daneben liegenden Gebäude, dem Kapitelsaal, das berühmte Emmendinger Religionsgespräch statt.

Emmendingen - Markgrafenschloss
Markgrafenschloss

Zunächst als Residenzzeit genutzt, diente das Schloss als Amtssitz für die Landvögte der Markgrafschaft Hachberg, später als Burgvogtei. 1833 wurde die Stadt Besitzerin des Schlosses und richtete darin ein Spital ein. Heute ist hier im Markgrafenschloss ein städtisches Museum untergebracht.

Im ehemaligen Wohnhaus von Johann Georg und Cornelia Schlosser ist heute die Stadtbücherei untergebracht. as Schlosserhaus kam 1588 als Gremppischer Hof in den Besitz der Markgrafen von Baden und war seit dieser Zeit Wohnsitz des obersten Beamten der Markgrafschaft Hachberg. Das Gebäude wurde mehrfach umgebaut, zeigt heute noch deutlich den barocken Stil jedoch auch die starken baulichen Eingriffe, die im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts vorgenommen wurden. Johann Georg Schlosser, Goethes Schwager, erwarb das Gebäude 1774 als Privathaus und bewohnte es bis 1787. Auf einer Gedenktafel am Gebäude wird an seine damals berühmten Gäste in diesem Haus erinnert, so unter anderem an Herzog Karl August von Weimar, Jakob Michael Reinhold Lenz, Johann Georg Jacobi und Johann Caspar Lavater. Goethe, dessen Schwester Cornelia mit Schlosser verheiratet war, weilte hier in den Jahren 1775 und 1779.

Etwas außerhalb der Stadt ist die noch guterhaltene Burg Hochburg (Hachberg) zu besichtigen, die zu den größten Burgruinen in Deutschland zählt.

Die Klosterkapelle Tennenbach ist neben dem früheren Wirtschaftsgebäude (heute Gasthaus Engel) das letzte erhaltene Gebäude des ehemals ausgedehnten Areal des Zisterzienseklosters Tennenbach. Sie diente vor der Auflösung des Klosters 1806 als Spitalkapelle. Das gotische Kleinod aus der Mitte des 13. Jahrhunderts liegt in einem Seitental des Brettentals in landschaftlich reizvoller Umgebung.

Der Eichbergturm ist ein Aussichtsturm auf dem 369 m hohen Eichberg oberhalb der Stadt. Der Turm überragt den über 30 m hohen Eichenwald mit seiner Kanzel um 10 Meter und mit der Spitze um 17 Meter. Er ist der höchste Aussichtsturm des Landes Baden-Württemberg. Von der Turmkanzel aus bietet sich ein großartiger Rundblick über die nähere Umgebung, den gesamten Schwarzwaldkamm bis zum Isteiner Klotz, den Schweizer Jura, die Vogesenkette und den
Kaiserstuhl. Die Aussichtskanzel wurde aus Eichenholz gefertigt und sitzt auf den sechs Douglasienstämme, die zusammen mit einem oberen Plattformrahmen einen Pyramidenstumpf bilden. Das Treppenhaus ist ein filigraner Zylinder aus Profilstahl und Baustahlgewebe, mit 240 Stufen aus Eichenholz. Der Turm, von einem 1999 gegründeten Verein errichtet, wurde am 17. September 2005 der Stadt Emmmendingen übergeben und ist nun der Öffentlichkeit zugänglich.

Die evangelische Stadtkirche - in vorreformatorischer Zeit eine Martinskirche mit dem Patrozinium am 11. November - wurde nach der Zerstörung 1424 zwischen 1430 und 1434 wiederaufgebaut. Erhalten blieb hiervon der Chor. 1813-15 wurde die Kirche umgebaut und 1858/59 wurde der Turm angebaut. Nochmalige Erweiterungen gab es 1903-05. Die katholische Kirche St. Bonifatius wurde 1863 erbaut und 1894-96 sowie 1911-13 erweitert. Sie hat einen gemalten spätgotischen Flügelaltar 1473 von Friedrich Herlin.

Alfred Döblin
Der Schriftsteller und Arzt starb am 28. Juni 1957 in Emmendingen. Er schrieb u. a. die Romane "Berlin Alexanderplatz und "Die Geschichte vom Franz Biberkopf". Alfred Döblin wirkte nach Ende des Zweiten Weltkrieges in Baden-Baden.


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Textvorlage/Abbildungen: WIKIPEDIA

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