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BADEN-BADEN
Umgebung
Landkreis Rastatt
Durmersheim
Durmersheim im Landkreis
Rastatt ist
eine Hardtgemeinde 12 km südlich von
Karlsruhe, 10 km nördlich von Rastatt, westlich des Schwarzwaldes und
östlich des Rheins, nahe zur Grenze von
Frankreich. Durch Durmersheim führt die
Badische
Spargelstraße .
Die Durmersheimer selbst sprechen in ihrem Dialekt,
der eine Mischung aus südfränkischer und
alemannischer Mundart ist, von "Durmersche". Der
Ort ist aufgeteilt in Durmersheim und den Ortsteil
Würmersheim, der etwa 2000 Einwohner hat.
Die Gemeinde liegt in der 30 km breiten
Oberrheinischen
Tiefebene,
die östlich vom Schwarzwald und westlich von
den französischen Vogesen begrenzt wird. Der
Großteil der Ortschaft liegt auf dem
Hochgestade in 106 bis 121 Meter Höhe, der
historische Ortskern direkt an der Stufung zur
Rheinniederung. Durch den Ort fließt der etwa
27 km lange Federbach. Der Osten der Markung ist
vom Hardtwald bedeckt. Im Südwesten gibt es
Teile des Oberwaldes, im Westen auf
Würmersheimer Gemarkung sind Anteile des
Rottlichwaldes.
In unmittelbarer Nachbarschaft befinden sich die
Orte Rheinstetten, Malsch, Bietigheim, Elchesheim-Illingen und Au am
Rhein.
Sehenswert ist die Bickesheimer Kirche, die zu den
bekanntesten Kirchen in der Umgebung zählt.
Ihre Ursprünge reichen bis mindestens ins 13.
Jahrhundert zurück. Ihr heutiges Aussehen
erhielt sie aber erst in den Jahren 1908/09. Seit
1925 gibt es neben der Kirche auch ein Kloster, das
zum Orden der Redemptoristen gehört.
Die älteste archäologischen Hinweise auf
eine Besiedlung in oder bei Durmersheim stammen aus
der späteren Bronzezeit, der sog.
Urnenfelderkultur (ca. 1300 - 750 v Chr.) und
nachfolgend aus der sog. Latenèzeit (ca. 500
v. Chr. bis zur Zeit Christi Geburt). Aus
römischer Zeit liegen Anzeichen einer
bedeutenderen Ansiedlung vor. Ein 1959 entdecktes
Gräberfeld aus der der
alemannisch-fränkischen Zeit um 600 n. Chr.
zeigt, dass sich nach der Völkerwanderung und
dem Untergang des Römischen Reiches hier
wieder Menschen dauerhaft niedergelassen haben. Auf
jene Zeit verweist auch der Ortsname mit der Endung
-heim. Die älteste schriftliche Erwähnung
Durmersheims stammt aus dem 10. Jahrhundert. Damals
hatte das im Elsass gelegene Kloster
Weißenburg Besitz in Durmersheim. Zu einem
nicht exakt angegebenen Zeitpunkt - wohl um 950 -
wurde dieser Besitz (wie auch an vielen anderen
Orten) durch Beauftragte des Klosters visitiert und
beschrieben. Das Kloster Weißenburg
besaß damals Eigenland ("Salland"), die
Kirche samt zugehörigem Zehntrecht sowie 14
Knechtshöfe, von denen allerdings 10 brach
lagen (wahrscheinlich infolge der
Ungareinfälle, die zu Beginn des 10.
Jahrhunderts weite Teile Südwestdeutschlands
verwüsteten). Wann und wie das Kloster
Weißenburg zu diesem Besitz gekommen war,
lässt sich mangels schriftlicher Quellen nicht
mehr aufweisen, vermutlich durch Schenkung lokaler
Großgrundbesitzer, wie sie auch andernorts
belegt sind. Im Jahr 985 eignete sich Herzog Otto
aus dem Geschlecht der Salier den
Weißenburger Besitz in Durmersheim und 67
weiteren Orten an. In einer rund 300 Jahre
später von Abt Edelin angefertigten
historischen Notiz wird dieser Vorgang beschrieben,
dabei allerdings nicht ganz korrekt auf das Jahr
991 bezogen. Konkret ging dieser Vorgang so vor
sich, dass die mächtigen Salier das Kloster
Weißenburg zwangen, ihnen diese
Besitztümer als Lehen zu übertragen. Als
Lehensträger wird auch der Sohn des Herzogs
Otto, Graf Konrad, urkundlich bezeugt. In der
Nachfolge der Salier dürften diese Lehen wohl
an die Staufer gelangt sein, auch wenn es
hierfür keinen urkundlichen Beleg gibt.
Am Ende des 13. Jahrhunderts schließlich
gelang es dem aufstrebenden Geschlecht der
Markgrafen von Baden, Durmersheim ihrem Territorium
einzuverleiben. Rudolf I. von Baden gilt als
Förderer von Kirchen und Klöster, so
gehen das 1250 erbaute Seitenschiff und der
Katharinenchor mit seinen berühmten Fresken
des Bickesheimer Wallfahrtsortes St. Bernhard auf
ihn zurück. Bis zum Ende der Monarchie in
Deutschland, also bis zum Jahr 1918, besaßen
die badischen Markgrafen bzw. (seit 1806)
Grossherzöge die Herrschaft über
Durmersheim.
Badische
Spargelstraße
Der
Landkreis Rastatt
Orte
im Landkreis Rastatt
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Kunst- und Kulturdenkmale
im Landkreis Rastatt und in
Baden-Baden.
von Clemens Kieser, Karlfriedrich Ohr,
Wolfgang Stopfel, Martin Walter.
360 Seiten mit 135 farbigen und 40
s/w-Abbildungen, Theiss Verlag,
Stuttgart
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