|
BADEN-BADEN
Umgebung
Die
Ortenau
Appenweier
Appenweier besteht aus drei
Ortsteilen: Appenweier, Urloffen und
Nesselried.
Der Hauptort Appenweier kann auf eine mehr als
1100jährige Geschichte zurückblicken, als
Kaiser Karl III. dem Kloster Hornau Grundbesitz in
"Abunvillen" bestätigte. Später
verfügten alle bedeutenden Klöster und
Adligen der Ortenau über Besitz am Ort, bis den
Chorherren von Allerheiligen im 14. Jahrhundert das
Patronatsrecht eingeräumt wurde, das sie bis
zum Jahr 1805 wahrnahmen. 1805 kam die Landvogtei
Ortenau und damit auch Appenweier zum
Großherzogtum Baden.
Der als Meerrettichdorf bekannte Ortsteil Urloffen,
der seit 1975 zu Appenweier gehört, entstand
ungefähr 500 Jahre nach Christus im Zuge der
fränkische Landnahme im ehemaligen
Alemannengebiet und gehörte im 13. Jahrhundert
zum Gründungsgut des Klosters Allerheiligen.
Im Jahr 1805 geriet Urloffen wie alle anderen
Ortenaugemeinden in den Herrschaftsbereich der
badischen Großherzöge.
Nesselried, das seit dem 12. Jahrhundert urkundlich
bekannt ist, war Jahrhunderte lang zweigeteilt in
das staufenbergsiche Obernesselried und das
österreichische Unternesselried. Selbst nach
der Übernahme beider Teilgemeinden durch die
badischen Großherzöge blieb die Teilung
noch bis zum Jahr 1871 bestehen, obwohl beide
Gemeinden im Jahr 1807 ein gemeinsames Rathaus
errichtet hatten. 100 Jahre später, also im
Jahr 1971, wurde Nesselried Ortsteil von
Appenweier.
Appenweier liegt fast im rechten Winkel zwischen
Offenburg und Kehl und erfreut sich einer
ausgesprochen verkehrsgünstigen Lage,
nämlich an der Nord-Süd-Autobahn A 5, an
der Bundesstraße 3, die von Karlsruhe nach
Basel führt und an der Bundesstraße 28,
die Straßburg mit Freudenstadt verbindet. Zudem ist Appenweier
Bahnkontenpunkt. Von der Bahnhauptstrecke
Karlsruhe-Basel zweigen die Strecke nach
Straßburg und die Renchtalbahn nach
Oberkirch und Bad
Peterstal-Griesbach
ab.
Aufgrund dieses Vorzugs kann sich Appenweier
zunehmender Gewerbeansiedlung erfreuen, aber auch
des - zumindest kurzfristigen - Interesses von
Touristen, die auf dem Weg vom und nach dem
Schwarzwald Station machen.
Die landwirtschaftliche Nutzung ist durch die
Spezialisierung auf Sonderkulturen intensiviert.
Meerrettich wird in Urloffen schon seit
Jahrzehnten angebaut. Darüber hinaus werden
Erdbeeren und Johannisbeeren geerntet und weiterer
Obstanbau betrieben. Im Ortsteil Nesselried werden
die Weinsorten Müller Thurgau, Ruländer,
Traminer, Spätburgunder und besonders Riesling
gewonnen. Diese können in den gemütlichen
Gaststätten Appenweiers in flüssiger Form
ebenso genossen werden wie die Erzeugnisse der
Schnapsbrenner der Region.
Eine besondere Attraktion bietet Urloffen mit einem
18-Löcher-Golfplatz, auf welchem auch
Gäste gerne willkommen geheißen
werden.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
Links:
Oberkirch, Offenburg, Kehl, Achern
Alle
Ortschaften
Wanderkarte
bestellen
Ortenauer
Weinpfad
Acher-
und Renchtal
|
|
Eine kulinarische
Entdeckungsreise durch die Ortenau und
Baden.
Dieter Simon,
Gustav C. Buchal
Gebundene Ausgabe, 144 Seiten,
Umschau-Verlag

|
|