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BADEN-BADEN
Umgebung
Schwarzwaldhochstraße
Allerheiligen
Das Örtchen Allerheiligen, nahe der
Schwarzwaldhochstraße, kann mit zwei
Sehenswürdigkeiten aufwarten: Die Herzogin Uta
von Schauenburg gründete 1196 in der Wiesenau,
einem kleinen Tal in der Nähe des Berges
Schliffkopf ein Kloster namens Allerheiligen.
Im Jahr 1804 schlug ein Blitz in die Klosteranlage
und verwüstete sie. Heute ist nur noch eine
Ruine der frühgotischen Klosterkirche zu
sehen.

Eine
Statue an der Außenfassade der Abtei
Lichtenthal in
Baden-Baden stammt aus dem Kloster
Allerheiligen
Diese Ruine Allerheiligen zeigt viele Anklänge
an die französische Gotik und Historiker gehen
davon aus, dass der Baustil des Klosters
Allerheiligen im 13. Jahrhundert großen
Einfluß auf die Entwicklung der frühen
deutschen Gotik gehabt haben soll. Im Oppenauer
Ortsteil Lierbach kann man die Ruine besichtigen.
Eine weiteree Sehenswürdigkeit sind die
Wasserfälle von Allerheiligen. Durch eine enge
Schlucht stürzt sich der Grindenbach
(Lierbach) in die Tiefe. Wegen der sieben Stufen
mit ihren kübelartigen Vertiefungen, die das
Wasser ausgewaschen hat, nennt man die
Wasserfälle auch "die sieben Bütten".
Vom Gasthof des kleinen Ortes Allerheilgen
führt ein schmaler, aber gut begehbarer
Felsensteig längs dem Wasserfall über
Treppen und Absätze hinab. (WP)
Die Sage vom Kloster
Allerheiligen
Am Lierbächlein im Schwarzwald sieht der
Wanderer heute noch die Ruinen des Klosters
Allerheiligen. Vor vielen Jahren war die fromme
Stätte blühender Mittelpunkt jener
Gegend. Mit dem Kloster war eine Schule verbunden,
die weit und breit berühmt war. Einer der
Schüler, ein Waisenknabe, stammte aus
Straßburg. Seine Mutter hatte ihm vor ihrem
Ableben einen Ring geschenkt, den ein funkelnder
Rubin schmückte. Der Ring war dem jungen
Menschen als Erinnerung an seine Mutter so teuer,
dass er ihn immer bei sich trug.
Eines Tages hatte sich der Jüngling beim
täglichen Spaziergang etwas von seinen
Kameraden entfernt und war zurückgeblieben.
Als er seinen Mitschülern nacheilen wollte,
traf er plötzlich auf ein junges Mädchen,
es war dunkelhaarig und von freundlichem Aussehen.
Überrascht blieb er stehen und plauderte mit
ihm. Als er dann die Klosterschüler wieder
eingeholt hatte, blieben seine Gedanken noch immer
bei dem fremden, schönen Mädchen.
Anderntags schaute er beim Spaziergang wieder nach
der Jungfrau aus und traf sie auch wirklich.
Täglich richtete es der Jüngling nun so
ein, dass er das Mädchen sehen und mit ihm
sprechen konnte. Eines Tages schenkte er ihr, um
ihr eine Freude zu bereiten und seine Liebe zu
bezeugen, den Ring, das teure Erbe seiner Mutter.
Von dieser Stunde an trug ihn das Mädchen am
Finger.
Nach kurzer Zeit trafen sich die beiden wieder im
Wald. Verstört berichtete das Mädchen dem
Freund, dass ein großer Vogel ihr den Ring
fortgetragen habe, als sie das Kleinod beim
Händewaschen auf einen Felsblock niedergelegt
hatte. Sie zeigte ihm auch das Nest des Vogels auf
einer Tanne neben dem Lierbächlein. Sofort
erbot sich der Klosterschüler, die Tanne zu
erklettern und den Ring zu holen. Doch als er eben
die Hand nach dem Nest ausstreckte, brach der Ast
und der Jüngling stürzte herunter.
Zerschmettert blieb er auf einem der Felsen im
Lierbach liegen.
Das Mädchen stieß einen
fürchterlichen Schrei aus und rannte zum
Kloster, um Hilfe zu holen. Die Mönche kamen,
aber sie konnten den jungen Klosterschüler nur
als Leiche ins Kloster zurücktragen.
Wer aber an jener Stelle am Lierbächlein
vorbeikommt, soll heute noch angsterfüllte
Rufe und lautes Jammern vernehmen. (Projekt
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