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Bad Saarow ist eine Gemeinde des
Landkreises Oder-Spree im Bundesland Brandenburg.
Bekannt ist der Ort für seine heilende
Thermalquelle und den mineralreichen Schlamm, der
schon am Anfang der Geschichte des Ortes um 1900
zur Kurierung von Hautkrankheiten diente. Beides
lässt sich heute im neuen Thermalbad
erleben.
Geografische Lage:
Bad Saarow ist ein Kurort und Moorbad am
Scharmützelsee. Es liegt etwa 70 km
südöstlich von Berlin. Bad Saarow ist
gekennzeichnet von seinen waldreichen und
parkähnlichen Grundstücken. Interessant
ist, dass der Ortskern von Bad Saarow ca. 40 Jahre
lang von der Sowjetarmee besetzt worden war und von
keinem Einheimischen betreten werden durfte. Dies
ist auf Grund der Wende nunmehr Vergangenheit,
lässt sich aber an den nicht eingezäunten
Grundstücken unweit der Therme noch sehr gut
erkennen.
Zwischenzeitlich hieß der Ort Bad
Saarow-Pieskow, was mittlerweile wieder
geändert wurde. Pieskow ist der ältere
Ortsteil von Bad Saarow.
Geschichte:
1774 Saarow, Pieskow und Silberberg haben 225
Einwohner.
1881 Theodor Fontane besucht Saarow.
1906/1907 Die ersten fünf massiven Häuser
werden in der Kolonie gebaut.
1908/1909 Der Wasserturm mit einem
1000-Kubikmeter-Behälter wird errichtet.
1912 Die Eisenbahnlinie mit den Bahnhöfen
Saarow und Pieskow werden fertiggestellt.
1914 Das Moorbadgebäude der Moorbad-Saarow
GmbH wird errichtet.
1922 Bad Saarow-Pieskow hat 998 Einwohner.
1925 Das Postgebäude und das Beamtenhaus
werden errichtet.
1927 Eine Chlor-Kalzium-Quelle wird in 175 m Tiefe
erschlossen.
1938 Während der Pogrome in der
Reichskristallnacht brennt jüdischer Besitz am
Karl-Marx-Damm ab.
1945 Die Rote Armee besetzt am 25. April Bad Saarow
und behält viele Anwesen.
1946 Bad Saarow-Pieskow hat 2697 Einwohner (50 %
sind Umsiedler aus dem Osten)
1950 Der Ehrich-Weinert-Platz wird als
Freilichtbühne auf der Ruine des früheren
Kurhauses Esplanade gestaltet.
1971 Bad Saarow-Pieskow hat 3566 Einwohner.
1972 Die Maxim-Gorki-Gedenkstätte wird am 19.
Dezember eröffnet.
1989 Das sowjetische Sanatorium wird erstmals
für die Bevölkerung geöffnet.
1990 Das sowjetische Sanatorium wird für den
Durchgangsverkehr geöffnet.
1993 Bad Saarow-Pieskow hat 3910 Einwohner.
1994 Die GUS-Truppen räumen im August das
Sanatoriumgelände. Wenig später liegen
erste Konzeptionspläne für die weitere
Nutzung des Kurgeländes vor.
1998 Bad Saarow bekommt die unbefristete staatliche
Anerkennung als Heilbad.
Verkehr:
10 Kilometer nördlich liegt die Stadt
Fürstenwalde, durch die die Autobahn A12 von
Berlin nach Frankfurt-Oder führt.
Eine Regionalbahn pendelt im Stundentakt zwischen
Fürstenwalde und Bad Saarow. Früher ging
diese Linie bis nach Beeskow.
Auf dem Scharmützelsee verkehrt ein
Linienverkehr zwischen Bad Saarow und
Wendisch-Riez. Über Schleusen und Kanäle
ist eine Wasserstraßen-Verbindung zur Spree
möglich.
Stadtplan von
Bad Saarow mit
Straßensuche
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