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Glücksburg (Ostsee)
(dänisch: Lyksborg) ist eine Stadt in
Schleswig-Holstein an der Flensburger Förde in
der Landschaft Angeln, nahe dem Oberzentrum
Flensburg.
In Deutschland berühmt ist das historische
Wasserschloss, ein beliebtes Ausflugsziel und
Briefmarkenmotiv. Schloss Glücksburg
zählt zu den bedeutendsten Schlössern
Europas. Der Bau der Spätrenaissance ist heute
eine Stiftung. Es wurde 1582 unter Herzog Johann
von Schleswig-Holstein-Sonderburg erbaut.
Zuvor befand sich an dieser Stelle das 1209
gegründete Zisterzienserkloster Rüde, Rus
Regis, (auch Rudekloster genannt) welches
zunächst als Michaeliskloster in Schleswig und
dann in Guldholm bei Böklund gelegen hatte.
(Zisterzienser). Zu ihm gehörte ein recht
umfangreicher Landbesitz im unmittelbaren Umland
sowie einiger Steubesitz. Ortsbezeichnungen mit
Munk (dänisch Mönch) wie zum Beispiel
Munkbrarup, Munkwolstrup (Gemeinde Sankelmark) oder
Munkmühle (bei Rinkenis am anderen Ufer der
Flensburger Förde weisen noch auf diese
Verbindung hin. Nach der Reformation wurde das
Kloster aufgehoben. Der Besitz fiel bei der
Landesteilung 1544 zunächst an Herzog Johann
den Älteren und nach dessen Tod 1581 an dessen
Neffen Johann den Jüngeren, der seine
Hauptresidenz von Sonderburg hierher verlegte.
Nach dem Tod des "abgeteilten" Herzogs Johann
wurden seine Besitztümer unter fünf
Söhnen verteilt. Der westliche Teil mit dem
alten Klostergut, dem Schloss Glücksburg und
dem nördlich der Flensburger Förde
gelegenen Landesteil im Sundewitt kam an Herzog
Philipp, der damit die ältere
Sonderburg-Glücksburger Linie begründete.
Diese starb im Jahre 1779 aus. Damit löste
sich das letzte der abgeteilten Sonderburger
Herzogtümer auf. Bis 1825 blieb
Glücksburg Witwensitz der letzten Herzogin und
wurde dann vom König dem Offizier Wilhelm von
Sonderburg-Beck übertragen, der einer
jüngeren und nicht mehr regierenden Linie aus
dem 1667 in Konkurs geratenen Sonderburger
Haupthauses entstammt (ebenso wie die
Augustenburger). Damit ging der Name
Glücksburg auf diese Linie des oldenburgischen
Hauses über, die 1863 mit Christian IX. den
dänischen Königsthron übernehmen
sollte.
In den 1850er Jahren war Glücksburg die
bevorzugte Sommerresidenz des dänischen
Königs Friedrich VII., dem letzten Spross des
ältesten Mannesstamms des oldenburgischen
Königshauses. Glücksburg hatte sich
inzwischen zu einem Flecken entwickelt, der
gewohnheitsrechtlich über einige Handels- und
Gewerbefreiheiten verfügte. Nach dem
plötzlichen Tod des Königs auf Schloss
Glücksburg trat der 1852 dafür nominierte
Christian die Nachfolge an. 1864 brach jedoch der
Krieg zwischen Dänemark und den deutschen
Staaten aus, und Glücksburg wurde wie das
gesamte Herzogtum Schleswig preußisch.
Seit der Kaiserzeit existiert hier ein bekanntes
Seebad. Seit 1949 ist Glücksburg ein staatlich
anerkanntes Seeheilbad. Auch sonst finden sich in
der Umgebung hervorragende Badestrände. Auch
befindet sich rund um Glücksburg eines der
größten Waldgebiete Schleswig-Holsteins,
neben dem Sachsenwald.
Glücksburg liegt am süd-westlichen Ende
der Halbinsel Holnis mit ihrer Steilküste und
einer Salzwiese mit einer bedeutenden Brutkolonie
für Seevögel. Die gesamte Halbinsel, die
sich etwa 6 km in nord-östlicher Richtung in
die Flensburger Förde erstreckt, gehört
zum Stadtgebiet Glücksburgs. Die Spitze von
Holnis stellt den nördlichsten Festlandspunkt
Deutschlands dar.
In Glücksburg ebenfalls beheimatet ist die
Hanseatische Yachtschule. Sie ist die
größte und älteste Yachtschule
Deutschlands. Sie liegt als nördlichste der
drei Schulen des Deutschen Hochseesportverbands
Hansa e.V. in Glücksburg an der Flensburger
Förde. Im gleichen Hafen ist auch der
Flensburger Segel Club 'FSC' beheimatet.
Am 18. November 1987 wurde im Schloss
Glücksburg unter tatkräftiger Mitwirkung
des herzoglichen Hauses - Prinz Friedrich Ferdinand
von Schleswig-Holstein, Prinzessin Elisabeth zu
Ysenburg-Büdingen, Prinz Ferdinand zu
Ysenburg-Büdingen - die Historische
Gesellschaft Glücksburg gegründet. Die
HGG dient der Pflege der Tradition von Stadt und
Schloß Glücksburg. Sie befaßt sich
besonders mit der Geschichte des Schlosses und
seiner Bewohner: einer Geschichte, die nach ghanz
Europa ausstrahlt und somit auch ganz Europa
einbezieht.
Glücksburg ist von Flensburg aus nicht nur
leicht mit dem Auto, Bus oder Fahrrad zu erreichen,
sondern auch mit der Linienfähre, dem so
genannten Fördedampfer, was auch von den
Einheimischen gern zur Entspannung genutzt wird.
Der Fördedampfer ist außer Dienst
gestellt und das neue Schiff darf aus
seerechtlichen Gründen nicht mehr in
Dänemark anlegen.
1885 wurde die erste deutsche Kreisbahn
überhaupt im Landkreis Flensburg errichtet,
deren erster Abschnitt Flensburg mit
Glücksburg verband. Wenige Monate später
war die Strecke bis nach Kappeln ausgebaut worden.
Die Flensburger Kreisbahn war über viele
Jahrzehnte der wichtigste Landverkehrsträger
für Glücksburg. 1925 wurde der Abschnitt
zwischen Flensburg und Glücksburg
elektrifiziert, so dass Glücksburg direkten
Straßenbahnanschluss mit dem Flensburger
Hauptbahnhof erhielt. Allerdings wurde die
Straßenbahnlinie 4 bereits 1934 wieder
aufgegeben. Die Kreisbahn wurde 1953
eingestellt.
In Glücksburg wird Hochdeutsch, Niederdeutsch
und Dänisch gesprochen.
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