Theater Baden-Baden    
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Hans Holt

  


Hans Holt (1909-2001)

Er wurde am 22. November 1909 als Johann Hödl in Wien geboren. Hier besuchte er die Akademie für Musik und Darstellende Kunst und debütierte am Volkstheater der Stadt. Danach war er drei Jahre lang an Provinzbühnen zu sehen. Während seiner Schauspielerkarriere spielte er am Wiener Burgtheater, in Zürich, Berlin und am Theater in der Josephstadt, zu dessen Ensemble Holt mehr als vierzig Jahre gehörte.

1935 erhielt er seine erste Filmrolle in Henry Kosters "Katharina, die Letzte". Bis Kriegsende spielte er in rund 50 Filmen mit.

Neben den Stücken von Hofmannsthal, Schnitzler und Mólnar war es vor allem das österreichische und das deutsche Kino der Nachkriegszeit, das sich nach solch stillen, unkomplizierten Charmeuren, wie Holt sie verkörperte, sehnte. An der Seite von Paula Wessely, Attila und Paul Hörbiger sowie Hans Moser spielte Hans Holt nach dem Krieg in mehr als achtzig Heimatfilmen und Lustspielen.

Seine Paraderolle des "Arglosen", neben Ruth Leuwerik, war zweifellos der tapfere, rechtschaffene Baron von Trapp in den Heimatfilmen "Die Trappfamilie" (1956) und "Die Trappfamilie in Amerika" (1958). Das Salzburger Alpen-Melodram um den verarmten Baron und dessen siebenköpfige singende Kinderschar, aus dem später das Musical "The Sound of Music" entstand, rekonstruierte ein Österreich im Postkartenformat, koloriert in den Farben "Monarchie", "Religion" und "Familie".

Im März 1957 inszinierte Hans Holt, der gerade Filmurlaub hatte, am Theater Baden-Baden sein eigenes Stück "Herzspezialist" und stand als Hauptdarsteller "Dr. Ernst Friedl" auf der Bühne.

Anfang der achtziger Jahre, als die heile Welt im Film und auf der Bühne längst nicht mehr gefragt war, wurde Hans Holt in Peter Wecks TV-Serie "Ich heirate eine Familie" als "Onkel Rudolf" noch einmal dem breiteren Fernsehpublikum bekannt.

Hans Holt, der "Meister der leisen Töne" starb am 5. August 2001 mit 91 Jahren in Baden bei Wien.


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