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Hector Berlioz
(1803-1869)
Louis Hector
Berlioz wurde am 11. Dezember 1803 im
französischen LaCôte-St-André
geboren. Er studierte zunächst Medizin,
wechselte dann 1826 an das Pariser Konservatorium,
wo er unter anderem von Anton Reicha unterrichtet
wurde. 1830 erhielt er für seine Kantate 'La
dernière nuit de Sardanapale' den Rom-Preis.
Im gleichen Jahr schuf er sein bekanntes Werk, die
'Symphonie Fantastique'. Obwohl Berlioz mit seinen
Kompositionen in Deutschland, Russland und
Österreich erfolgreich war, wurde sein Werk im
Heimatland Frankreich lange verkannt. Bis zu seinem
Tode war er in Paris als Bibliothekar,
Musikkritiker (die längste Zeit für das
"Journal des Débats") und Buchautor
tätig, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.
Sein kompositorisches Schaffen umfasst Opern,
Chor-, Orchester- und geistliche Werke. Berlioz
starb am 8. März 1869 in Paris.
Als der Spielbankpächter Bénazet mit
Berlioz Kontakt aufnahm, galt Berlioz als ein
unbeachteter Außenseiter in der Musikwelt.
Bénazet bot dem Komponisten an, einmal
jährlich in Baden-Baden vor mondänem
Publikum ein Festkonzert zu dirigieren, was dieser
gerne annahm. Im Jahre 1858 gab Bénazet eine
Oper bei Berlioz in Auftrag, die der Komponist
pünktlich zur Eröffnung des neu
errichteten Theaters beendet hatte. Am 9. August
1862 war es dann soweit, die Oper Béatrice
und Bénédict wurde uraufgeführt
und von Berlioz selbst dirigiert.

Aus der
Festschrift zur Wiederöffnung des Theaters,
1992
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