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Baden-Badener
Schachgeschichte
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Internationales Turnier
zu Baden-Baden 1870
Das erste internationale Turnier in Deutschland
fand 1870 statt. Der Deutsche Adolf Anderssen
gewann bei einem Preisfonds von 3000 Franken mit
einem halben Punkt Vorsprung vor dem ersten
offiziellen Weltmeister Wilhelm Steinitz knapp vor Blackburne. Der
Wahl-Baden-Badener Iwan Turgenjew war damals im
Präsidium des Turniers.
Der Karlsuher Autor Stefan Haas hat
ein bemerkenswertes Buch zum "Schachturnier zu
Baden-Baden 1870" herausgegeben. Weiter >
Das Turnier von
1925
Kurz vor seinem Sieg im Kampf um die
Weltmeisterschaft im Jahre 1927 errang Alexander
Aljechin im Kurhaus Baden-Baden den Sieg in dem
bedeutenden Turnier. Bei einem Fonds von 10000 Mark
konnten hier so große Meister wie Rubinstein,
Sämisch, Bogoljubow, Marshall und andere an
Aljechin nicht herankommen.
Ein Neubeginn
In den vergangenen zwei Jahrzehnten fanden
zahlreiche stark besetzte Open in der Schachstadt
Baden-Baden statt.
Aus diesem regen Leben auf den 64 Feldern ragten
vier Veranstaltungen besonders heraus: 1981 siegten
Zoltán Ribli (Ungarn) und der Engländer
Tony Miles bei einem Großmeisterturnier.
Viktor Kortschnoi wurde hier Dritter. Zsuzsa
Polgár, älteste der weltbekannten
ungarischen Schwestern, bekam erstmals die
Gelegenheit, in einem Topfeld mitzuspielen.
Im Januar 1992 schlug der damalige Champion des
Weltschachbundes FIDE Garri Kasparow im
Kongresshaus Baden-Baden die vierköpfige
deutsche Nationalmannschaft in einem Uhrenhandikap
glatt mit 3:1.
Im Dezember des gleichen Jahres richtete die
Schweizerische Kreditanstalt zusammen mit der Bank
Hofmann zwei Großmeister-Wettbewerbe aus.
Anatoli Karpow fügte seiner Rekordzahl von
Turniersiegen einen weiteren hinzu. Vermutlich war
es sogar einer seiner glänzendsten Erfolge,
denn das Schachgenie aus Moskau gab trotz der
hochkarätigen Gegner (Kategorie 14) in elf
Runden nur drei Remis ab! Ungeschlagen blieb auch
der Kölner Christopher Lutz auf dem zweiten
Rang. Das Bank-Hofmann-Turnier gewannen John van
der Wiel (Niederlande), Zoltán Ribli und der
Schweizer Lucas Brunner, die Weltmeisterin Xie Jun
landete nach gutem Start auf dem neunten Rang.
Das Jubiläumsturnier im August 1995 - 125
Jahre nachdem das Kapitel Turnierschach in
Deutschland und Baden-Baden aufgeschlagen worden
war - wurde zu einem großen Erfolg in den
Medien. 40 Spieler gingen beim Bank Hofmann Cup an
den Start. Ein nur kurzes Gastspiel gab Viktor
Kortschnoi. Der Schweizer unterlag im Achtelfinale
des K.O.-Turniers überraschend dem deutschen
Großmeister Rainer Knaak. Mit dem Glück
im Bunde befand sich Topfavorit Anatoli Karpow in
der Runde der letzten Acht, als er beim 1,5:0,5
über den französischen Großmeister
Anatoli Waisser noch den Kopf aus der Schlinge zog.
Erst im Endspiel lief der russische
FIDE-Weltmeister zu gewohnter Form auf und
ließ Viktor Gawrikow (Schweiz) beim 2:0 in
den 25-Minuten-Schnellpartien keine Chance. Ein
weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mittlerweile
über 140 Turniersiegen.
1996 ruft er zusammen mit Egon Ditt und Horst
Metzing vom Deutschen Schachbund das
Karpow-Schachzentrum ins Leben
Im Mai 1998 bezieht das Karpow-Schachzentrum eigene
Räumlichkeiten in der Rheinstraße 219
und verpflichtet den deutschen Großmeister
Philipp Schlosser als Leiter der Schach-Akademie
Baden-Baden. Zur Eröffnung kommt unser
Namenspatron Anatoli Karpow, amtierender
Weltmeister des Weltschachbundes, der FIDE,
persönlich.
Im Spätjahr 1998 kommt es dann zur
Gründung der Akademie für Schach und
Wissenschaft, die vor allem Professoren und
Dozenten verschiedener Fachrichtungen vereint in
der Erforschung schachlicher Aspekte der
verschiedenen Wissensgebiete.
Baden-Baden macht sich wieder auf,
Zentrum des deutschen Schachs zu werden.
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