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Folgende Schlagworte haben die Tourismus-Strategen Baden-Badens neuerdings auf Lager, um "trendgerechter" Gäste anzulocken, d.h. zu einem Besuch zu reizen: Was ist an diesen Slogans eigentlich "trendgerechter"? Die kleine Stadt an der Oos und ihre Umgebung bieten schon jetzt eine Fülle von Reizen für die Sinne: sehen, hören, riechen, schmecken, fühlen - alles wird seit Jahrtausenden aktiviert. Einige wenige Beispiele sollen dies belegen: Das Auge kann sich berauschen an der Blütenpracht der Pflanzen im Frühling und im Sommer, an den wunderbar schattierten Farben der Wälder im Herbst und am Sonnenaufgang über einer verschneiten Winterlandschaft. Großstadtlärm gibt es nicht in dieser Wohlfühloase, sondern die Möglichkeit, sich anlässlich von Konzerten auserlesener Qualität der heimischen Philharmonie, des SWR-Sinfonie-Orchesters oder der verschiedensten Gastorchester im Festspielhaus einen Ohrenschmaus zu gönnen, oder ganz einfach dem Vogelgezwitscher zu lauschen. Der würzige Duft des Waldbodens, das überwältigende Aroma der Rosen auf dem Beutig oder der sonnenwarme Geruch der Wiese am Fuß des Merkur führen dem Geruchssinn andere Erfahrungen zu als Autoabgas- und Industriegestank. Heimische Weine stimulieren den Geschmackssinn ebenso wie die Gerichte, die in den zahlreichen Restaurants mit in- und ausländischer Küche angeboten werden. Und das Fühlen kommt keineswegs zu kurz, sei es beim Wandern auf mit Fichtennadeln gepolsterten Waldwegen, beim Wassertreten in der Kneippanlage, beim Sonnenbad auf einer Alleebank oder bei der Krönung des Fühlgenusses: beim Eintauchen in das wunderbar warme Wasser im Friedrichsbad oder der Caracalla-Therme, welches den Körper auf sinnlichste Art umschmeichelt. Diese fast schon orgiastisch anmutende Stimulanz der Sinne mit ihren wohltuenden Auswirkungen auf Körper und Seele gibt es bereits pur - ohne Beimengung "trendgerechter" Reize - und kann jedem, der ein persönliches Rundum-Wohlgefühl, welches keinerlei Trendbeeinflussung unterliegt, erfahren will, nur empfohlen werden. Rika Wettstein, April 2002 |
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