|
|
|
Außerschulische Bildungsangebote, wie das der Musikschule, sind notwendiger denn je, um die Defizite der allgemeinbildenden Schulen im musischen Bereich auszugleichen. So werden zur Zeit 650 Kinder, Jugendliche und Erwachsene an der Einrichtung unterrichtet. Die Eltern sind bereit einen enormen Preis dafür zu bezahlen und der Stadt stünde es gut an, dieses Engagement zu unterstützen. So decken die Elternbeiträge rund 65,8% der Personalaufwendungen ab. Welche städtische Einrichtung kann derartige Zahlen vorweisen? Leider zeigt sich in unserer Stadt, wie in vielen anderen Bereichen auch, dass nur derjenige Wirkung erreicht, der mit Bildung einer Bürgerinitiative jede Woche drei Artikel in die Zeitung bringt: die Zweibad-Lösung für die Musikschule? Was werden wir verlieren: eine Bildungseinrichtung mit festgelegten Qualitätsstandards, mit einem vorgegebenen Strukturplan als Konzeptqualität, mit qualifizierten Lehrkräften als pädagogische Qualität, mit Rahmenlehrplänen als Prozessqualität, mit Fort - und Weiterbildung als Innovations - und Entwicklungsqualität und mit interkulturellem Lernen als Integrationsqualität. Dafür sollen hochqualifizierte Lehrkräfte mit akademischer Ausbildung, die als langjährige städtische Angestellten einen hervorragenden Kündigungsschutz genießen, vielleicht demnächst als Schreibhilfen oder Verwaltungsaushilfen eingesetzt werden. Welch eine Inszenierung! Die gemeinsame Erklärung der kommunalen Landesverbände in Baden-Württemberg, des Landes Baden-Württemberg und des Landesverbandes der Musikschulen B.-W. stellt fest, dass die Musikschule Aufgaben in bildungs-, kultur-, sozial-, jugend- und familienpolitischer Hinsicht für die Gesellschaft wahrnimmt und somit im Sinne der Daseinsvor- und fürsorge Teil der kulturellen Grundversorgung für die Bürgerschaft ist. Die Beteiligten bekennen sich mit dieser Erklärung zu ihrer Verantwortung für die Musikschulen - auch für die Zukunft. Also, Frau Oberbürgermeisterin Dr. Sigrun Lang, lieber Gemeinderat, wie sieht Ihre Verantwortung für unsere Kinder und Familien aus? Wollen Sie nicht auch, dass unsere Stadt ein regionales Kultur -und Bildungszentrum bleibt? Wollen Sie nicht auch, dass Familien, Kinder und Jugendliche in unserer Stadt auch weiterhin eine Perspektive auf gute Bildung und damit Lebensqualität haben? Zurück |
|