Baden-Baden, die Stadt,
in der sich die Kulturen treffen

Einem Besucher des ultimativen Stadtführers Baden-Baden im Internet (www.bad-bad.de) ist die Charakterisierung: "die Stadt, in der sich die Kulturen treffen" zu verdanken.

Am 24. September 2005 hätte er wahrlich allen Grund zur Freude gehabt, denn an diesem Tag trafen die Kulturen derart zahlreich aufeinander, dass beinahe von einem Aufprall die Rede hätte sein können.

Das Treffen von Hoch-Kultur und Pop(ulär)-Kultur bescherte der Kurstadt einen sehr bewegten Tag.

Es bewegten sich nicht nur die zahlreichen Besucher der Veranstaltungen im Rahmen des
New Pop Festivals. Es bewegten sich auch die Nachtschwärmer zu und in den neun Innenstadtlokalen, in welchen die New Pop Party-Nächte zelebriert wurden.

Selbst das Festspielhaus war in die New Pop Festival-Bewegung mit eingebunden.

Dort, wo üblicherweise Diven wie
Cecilia Bartoli oder Edita Gruberova nicht nur mit ihrem Können faszinieren, sondern auch der Nachveranstaltungsgeselligkeit frönen, fand die After-Show-Party zum New Pop Festival statt.

Sollte sich an dieser Stelle jemand fragen, wo sich bislang die Kulturen getroffen haben? Gemach, gemach.

Jener sonnige Septembersamstag galt nicht nur der Pop-Kultur, sondern auch der politischen Kultur und der künstlerischen Hoch-Kultur.

Politische Kulturpflege betrieb das baden-württembergische Kabinett bei einer Wanderung in der
Ortenau und einem darauf folgenden Besuch Baden-Badens. Ausgiebig Station gemacht wurde im Museum Frieder Burda, wie in einem ebenso ausgiebigen Bericht im Badischen Tagblatt vom 26.9.2005 zu lesen war. Die Kabinettsmitglieder samt Partner wurden von der Oberbürgermeisterin und dem Hausherrn begrüßt. Komplimente wurden ausgetauscht, die seitens des Landesvaters in der Ankündigung mündeten, "verstärkt Gäste der Landesregierung auch aus dem Ausland nach Baden-Baden in das Museum Frieder Burda zu führen". (BT, 26.9.2005) So weit, so gut; derlei gehört zur Kultur eines wohl erzogenen Umgangs miteinander.

Mag sich der eine oder andere nun fragen, warum der Kabinettstross dem Kunstmäzen die Aufwartung machte und nicht am "eigenen Haus", der in direkter Nachbarschaft liegenden Staatlichen Kunsthalle, Interesse zeigte? Immerhin war dort der vorletzte Tag der bislang einmaligen
Ausstellung von Kunstschätzen aus dem Warschauer Nationalmuseum angebrochen. Das wäre es doch gewesen: Finissage eines bedeutenden kulturellen Ereignisses mit dem Versprechen des Ministerpräsidenten, dafür Sorge zu tragen, dass auch künftig hochkarätige Ausstellungen von Kunstschätzen aus dem In- und Ausland vorübergehend ihre anziehende Wirkung in der landeseigenen Kulturstätte entfalten können.

Auch in diesem Fall gilt: Gemach, gemach.

Das Badische Tagblatt ließ wissen, was nach der Ausstellungsführung durch den Hausherrn des Museums Frieder Burda geschah: "Anschließend statteten die Politiker der Kunsthalle einen Besuch ab." Dieser Information folgte der den Bericht beschließende Satz:

"Ministerpräsident Oettinger sowie die SPD-Landesvorsitzende Ute Voigt feierten in der Nacht zum Sonntag auch das Ende des SWR 3 New-Pop-Festivals bei der After-Show-Party im Festspielhaus."

Wenn dies keine Bestätigung dafür ist, dass Baden-Baden tatsächlich die Stadt ist, in der sich die Kulturen treffen!

Rika Wettstein, September 2005


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