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Bürgerschaftliches Engagement Sehr geehrter Herr Dr. Döring, der Bericht über den Neujahrsempfang der hiesigen FDP im gestrigen Badischen Tagblatt gibt zu denken: "Vorrang für Private". Genießen "Private" in dieser Republik nicht schon "Vorrang"? Die Durchschnittsprivaten, die mit einer hohen Steuer- und Abgabenlast belegt sind, scheinen ein Indiz hierfür zu sein ebenso wie einige andere Zeitgenossen, die sich und ihre jeweiligen Zirkel im Vordergrund sehen und vorrangig - auch finanziell - bedient werden (wollen). Und dennoch gibt es noch einige Unverdrossene, die sich aus persönlichem Anlass engagieren, auch in Baden-Baden. Z.B. die Gruppe "Alt Baden-Badener Bürger", die seit Jahrzehnten ebenso engagiert den Ruf der Stadt nach auswärts trägt wie das Jugendorchester Baden-Baden. In anderer Form ist der ultimative Stadtführer Baden-Baden im Internet www.bad-bad.de werbewirksam tätig. Aus rein privater Initiative vor knapp drei Jahren entstanden und von ehrenamtlichen Baden-Baden-Liebhabern gepflegt, erfreute sich diese Internet-Präsentation nicht nur einer Besucherzahl von mehr als 400.000 im vergangenen Jahr. Eine Vielzahl von Anfragen aus dem In- und Ausland wurde und wird schnellstmöglich bearbeitet oder zur Bearbeitung an die jeweiligen Institutionen weiter geleitet, damit die Interessenten eine optimale Bedienung erfahren, womit wiederum erreicht wird, den Ruf Baden-Badens als Kur-, Urlaubs- und Kongressstadt weltweit zu verbreiten und festigen? "Vorrang" genießt www.bad-bad.de im WEB-Adressbuch der Bundesrepublik, das seit zwei Jahren diese Internetadresse als eine der 6000 wichtigsten publiziert. Ansonsten ist kaum etwas zu bemerken vom "Vorrang für Private" - außer von anderen Privaten selbst und auch Gewerbetreibenden, die www.bad-bad.de gerne als kostenlose globale Publikationsplattform nutzen (wollen). Da die Unterhaltungskosten dieser Website nicht geringer werden und die dem Durchschnittsprivaten aufgebene Kostenlast ebenfalls zunimmt, bleibt als schlüssige Konsequenz: wegen sich leerender Kassen wird's bald nichts mehr sein mit "Privat-privat für Baden-Baden". Es sei denn, der Wirtschaftsminister weist einen Weg, die Existenz des - aus kommerzieller Sicht gesehenen - Millionenprojekts zu sichern. Mit allen guten Wünschen zum neuen Jahr grüßen freundlich Wolfgang Peter und Rika Wettstein Baden-Baden im Internet www.bad-bad.de Die Antwort des Wirtschaftsministers ging per Briefpost am 20. Januar 2004 ein: Sehr geehrter Herr Peter, für ihre freundlichen Zeilen im Nachgang zu dem Neujahrsempfang in Baden-Baden danke ich Ihnen. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass ich mich auf zehn Projekte. die ich seit einiger Zeit betreue, konzentriere und keine weiteren aufnehmen kann, da dies zum einen meine Möglichkeiten überschreitet und ich zum anderen, die von mir um Unterstützung gebetenen auch nicht überfordern kann. Ich hoffe, dass Sie dennoch mit Bemühungen vor Ort zu einem guten Ergebnis kommen werden. Mit allen guten Wünschen und den besten Grüßen (Unterschrift) Dr. Walter Döring, MdL Zurück |
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