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Sonnenfinsternis auf dem
Merkur am 11. August 1999
Der Mond tritt zwischen
Sonne und Erde. Der Schattenkegel des Mondes tifft die
Erdoberfläche. Ein Ereignis, das in der ganzen
Schönheit durch die scheinbar gleiche Größe
von Mond und Sonne am Tageshimmel ermöglicht wird.
Wie lief
das Ereignis ab?
Ab 11.11 Uhr:
Der Mond schiebt sich vor die Sonne.
Ab 12.15 Uhr:
Es wird zunehmend dunkler. Der Horizont hebt sich
gelblich-orange vom Nachthimmel ab. Die Vögel flattern
aufgeregt zu ihren Schlafplätzen und verstummen. Es
wird still, fast etwas unheimlich. Lichtpunkte, die zwischen
den Bäumen hindurchkommen, verwandeln sich am Boden in
kleine, sichelförmige Sonnen. Mit abnehmendem Licht
fällt die Temperatur, es wird etwa 5 Grad
kühler.
Ab 12.29 Uhr:
Am Boden und an Wänden können 1 bis 2 Minuten vor
der Beginn der Totalität die sogenannten "fliegenden
Schatten" beobachtet werden. Sie werden von Wellen in der
Luft verursacht, an denen sich die spärlichen
Sonnenstrahlen brechen (vergleichbar mit den Schattenwellen
am Boden eines Schwimmbassins).
Ab 12.31 Uhr:
In den letzten 20 Sekunden beginnt es an der noch nicht
restlos bedeckten Sonnenseite extrem zu funkeln. Die
glühende Wasserstoffschicht der Chronosphäre
blitzt rötlich schimmernd zwischen den Mondtälern
hervor.
Ab 12.31.18 Uhr:
Vom "Merkur" aus sieht man den Schatten über die
Rheinebene daherspurten, seine Geschwindigkeit beträgt
fast 1 Kilometer pro Sekunde.
Ab 12.31.23 Uhr:
Jetzt ist sie da, die Totalität. Man erkennt links von
der Sonne die Venus, rechts unten leuchtet der Sirius,
gleich rechts neben der Sonne sieht man den Planeten
Merkur... (Beobachtet von Lukas)
Die
Sonnenfinsternis dauerte 2 Minuten und 11
Sekunden.
Die nächste Sonnenfinsternis kann man in unserer Gegend
am 3. September 2081 erleben.
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