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Cornelia
Froboess
Die Schlagersängerin und
Schauspielerin wurde am 28. Oktober 1943
in Wriezen an der Oder geboren.
Sie ist die Tochter des Komponisten und
Tontechnikermeisters Gerhard Froboess.
Ihre Mutter Margaretha flüchtete, als
sie mit Cornelia schwanger war, in dem
Chaos des Zweiten Weltkriegs von Berlin
nach Wriezen.
Ihren ersten Bühnenauftritt hatte sie
1951 mit dem Schlager "Pack die Badehose
ein", den ihr Vater ursprünglich
für die Schöneberger
Sängerknaben geschrieben hatte. Von
den verantwortlichen Herren dort wurde das
Lied abgelehnt, Conny wurde damit zum
Kinderstar.
Von 1959 bis 1963 nahm Cornelia Froboess
bei Marliese Ludwig in Berlin
Schauspielunterricht.
1962 erreichte sie mit ihrem Titel "Zwei
kleine Italiener" Platz 1 der Deutschen
Schlager-Festspiele 1962 in Baden-Baden
und vertrat danach Deutschland beim 7.
Grand Prix Eurovision in Luxemburg. Obwohl
sie dort nur einen 6. Platz erzielen
konnte, wurde der Titel zu einem
Millionenhit und ist heute noch ein
beliebter Evergreen.
Am 3. August 1967 heiratete sie Professsor
Dr. Hellmuth Matiasek, den damaligen
Leiter des Salzburger Landestheaters und
späteren Intendanten des
Gärtnerplatztheaters in München.
1968 bekam das Paar die Tochter Agnes,
1970 wurde der Sohn Kasper geboren.
Als der Rock'n'Roll nach Deutschland
überschwappte, hatte sie mit
Schlagern wie "I love You Baby" und
"Teenagermelodie" großen Erfolg, der
sich auch nach dieser Zeit mit Liedern wie
"Zwei kleine Italiener" fortsetzte. Einige
ihrer Lieder wurden im Duett mit Peter
Alexander, Will Brandes und Peter Kraus
aufgenommen. Sie hatte jedoch nur einen
Nr. 1-Hit: "Zwei kleine Italiener".
Auch mit ihren Filmen hatte sie sehr viel
Erfolg und wurde zum Idol vieler Teenager.
Filmpartner waren unter anderem Peter
Kraus, Peter Weck, Rex Gildo und Peter
Alexander. 1960 spielte sie zusammen mit
Peter Kraus in "Conny und Peter machen
Musik", dem erfolgreichsten Film des
Jahres.
Populär war sie auch in ihrer Rolle
als Pia Michelis an der Seite Günter
Pfitzmanns in der ARD-Serie "Praxis
Bülowbogen" und als Eliza Doolittle
in dem Musical "My Fair Lady" am Theater
am Gärtnerplatz unter der Regie von
August Everding.
Von 1972 bis 2001 war Cornelia Froboess
festes Mitglied der Münchner
Kammerspiele und spielte dort Rollen wie
Minna von Barnhelm und die Lotte in
"Groß und Klein" von Botho
Strauß unter der Regie von Dieter
Dorn. Ernst Wendt inszenierte mit ihr
"Maria Stuart" von Friedrich Schiller.
Intendant Dorn inszenierte mit ihr die
Lulu von Frank Wedekind und in seinem
"Faust" war sie die Marthe Schwertlein.
Ihre letzten großen Rollen an den
Kammerspielen waren die Frau Wangel in
"Die Frau vom Meer" von Henrik Ibsen und
die Cäcilie in "Stella" von Johann
Wolfgang von Goethe (beide unter Regisseur
Thomas Langhoff).
2001 folgte sie Dieter Dorn an das
Bayrische Staatsschauspiel in München
und spielte die Laura in "Der Vater" von
August Strindberg wieder unter Thomas
Langhoff.
Preise und Ehrungen:
1962 die Goldene Schallplatte
1968 der Ernst-Lubitsch-Preis
1985 Mitglied in der Berliner Akademie der
Künste
1987 das Bundesverdienstkreuz am Band
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