|
Die
Sieger 1966
1. Beiß nicht gleich in jeden Apfel
Wencke Myhre

2. Nur wenn du bei mir bist
Elisa Gabbai
3. Irgend jemand liebt auch dich
Roy Black
4. So alt wie die Welt
Brigitt Petry
5. Es könnte Liebe sein
Lill Lindfors
6. Wie der Wind
Mary Roos
7. Wanderer ohne Ziel
Tielmann Brothers
8. So ist ein Boy
Geschwister Jacob
9. Bis ans Ende aller Tage
Michaela Prunerowa
10. Aber du lässt dich nicht seh'n
Margot
Eskens
11. Gammelshake
Margret Fürer und die Penny Pipers
12. In der großen Manege
Wolfgang Graf
Nicht in die Endrunde qualifizieren konnten sich
folgende 6 Titel:
"Dahin möcht ich gehen", Peter Beil
"Wer nimmt mich in seine Arme", Monika Grimm
"Schatten und Licht", Eva Hommonay
"Schade drum", Bibi Johns
"Mach nicht die Tür zu", Marion
"Das Wunder der Liebe", Tanja May
|
|
Deutsche
Schlagerfestspiele 1966
Die sechsten Deutschen Schlagerfestspiele fanden am
25. Juni 1966 im Kurhaus in Baden-Baden statt. Nach
der Auflösung des Vereins Deutsche
Schlager-Festspiele e.V. im November 1965 hatte
sich am 17./18. Januar 1966 ein neuer
Trägerverein, der "Verein zur Förderung
deutscher Tanz- und Unterhaltungsmusik e.V." mit
Sitz in Bonn gegründet, der bereits Ende
Januar 1966 Texter und Komponisten aufrief, Songs
für die Veranstaltung einzureichen.
Bis Mitte März 1966 hatte eine 15köpfige
Jury aus mehr als 400 Einreichungen 18 Titel
ausgewählt, die sich am 21. Mai bei einer
Fernseh-Vorentscheidung des SFB aus dem
Großen Sendesaal in Berlin dem Publikum
stellten. Durch die Sendung führte Karin von
Faber. Die Interpreten wurden vom
RIAS-Tanzorchester unter Leitung von Werner
Müller begleitet.
Durch das Saalpublikum in Berlin und aus einer von
Infratest durchgeführten repräsentativen
Befragung der Fernsehzuschauer wurden die 12
Teilnehmer der Endausscheidung ermittelt, die sich
am 25. Juni in Baden-Baden dem Publikum stellten.
Die Endausscheidung wurde von Ursula von Manescul
und Karin von Faber moderiert. Die Interpreten
wurden vom SWF-Orchester unter der Leitung von
Rolf-Hans Müller begleitet. Der Sieger wurde
durch 3 Gruppen ermittelt. Diese waren die 11
Rundfunkanstalten (einschließlich
Deutschlandfunk), Infratest und das
Saalpublikum.
Die Veranstaltung rief erneut ein positives Echo
hervor. Einige der Titel waren auch in den
Hitparaden wiederzufinden und sind teilweise heute
zu Evergreens geworden. Allen voran der
Siegertitel, mit dem Wencke Myhre ihren Durchbruch
auf dem deutschen Schlagermarkt erreichte. Die
Single war wochenlang in den Charts vertreten. Auch
der Zweitplatzierte kletterte immerhin bis auf
Platz 24 der Hitparade. Siegeshoffnungen hatte sich
auch Roy Black gemacht, erreichte jedoch nur den 3.
Platz. Sein Lied erschien später als B-Seite
auf der Single "Leg dein Herz in meine Hände".
Alle 12 Beiträge der Festspiele 1966
erschienen seinerzeit auf eine Langspielplatte.
Trotz dieser Erfolge sollten die Festspiele unter
der Regie des neuen Vereins zur Förderung
deutscher Tanz- und Unterhaltungsmusik e.V. die
ersten und zugleich die letzten sein, denn im
Folgejahr wurden keine Schlager-Festspiele
abgehalten.
International gab es neben den Schlager-Festspielen
in Baden-Baden 1966 erstmals auch entsprechende
Wettbewerbe, bei denen deutsche Interpreten
teilnahmen und zwar in Rio de Janeiro, Budapest,
Bratislava sowie ein "Nachwuchs-Festival" in
Gmunden (Österreich). Sieger des 1.
Internationalen Schlager-Festivals von Rio de
Janeiro wurde Inge Brück mit dem Titel "Frag
den Wind". Sie Siegerin konnte bereits bei den
ersten Schlager-Festspielen 1961 in Baden-Baden
einen 5. Platz erzielen und nahm 1967 für
Deutschland beim Grand Prix d'Eurovision teil. Der
österreichische Beitrag von Rio de Janeiro
("Geh vorbei"), gesungen von Udo Jürgens,
wurde vierter.
Die 6. Deutschen Schlagerfestspiele 1966 in
Baden-Baden war die letzte dieser Veranstaltungen
in der Kurstadt. Erst
1994 sollten wieder in Baden-Baden
Schlagerfestspiele stattfinden.
Teilen
|