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Erlebnisse eines
Geschäftsreisenden
Das Titelbild ist bestens gelungen:
geschäftig, leichtfüßig,
lächelnd bewegt sich eine junge Dame - mit
Hund auf dem Arm.
Mit leichter Feder geschrieben, vielfach zum
Schmunzeln anregend, etliches Skurriles
beleuchtend, lässt Quirin Wimmer an seinen
Erfahrungen, die er in Russlands Metropole im
Sommer 2003 gesammelt hat, teilhaben.
Als Geschäftsmann unterwegs, weiht er
beispielsweise in die Unterschiede zwischen
östlichem und westlichem Geschäftsgebaren
ein, ohne dem Geschäftlichen
übergroßen Raum zu geben. Im Vordergrund
steht das alltägliche Leben in Moskau zu
Beginn des dritten Jahrtausends mit Taxifahrten und
zuweilen mäßigen Hotelangeboten, mit
Szenelokalen und Rotem Platz.
Teilweise begleitet von seinen Freunden Hanno und
Elias, unternimmt er Entdeckungsreisen durch das
pulsierende Leben Moskaus, passiert beispielsweise
die Moskwa in einem Raketa-Boot oder genießt
das Panorama aus dem Sessellift.
Das Attentat auf das Freiluftkonzert am 5. Juli
2003 in Tuschino gehört ebenso zu dem Erlebten
und verdeutlicht, wie störungsanfällig
und gefährdet normales russisches Leben
ist.
Die aufmerksam aufgenommenen Alltagsdetails bringen
in zwölf illustrierten Kapiteln die
Millionenstadt auf gefallende Art nahe und reizen
sicherlich den einen oder anderen, den Spuren des
Autors vor Ort zu folgen.
Der sehr ansprechend gestaltete Band wartet mit
einem Vorwort der weltberühmten Sopranistin
Anna Netrebko auf, die unter anderem
Ehrenvorsitzende der Russian Children's Welfare
Society(*) ist. 50 Cent jedes verkauften
"Moskau light" gehen an diese Hilfsorganisation,
was einen weiteren Anreiz dafür bietet, mit
diesem Buch die hauseigene Bibliothek zu
schmücken.
Das Buch ist bei Edition Artco erschienen.
Rezension:
Rika Wettstein, Baden-Baden
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Moskau light
von Quirin Wimmer, Anna Netrebko (Vorwort)
136 Seiten, illustriert, Festeinband, Edition
Artco

(*) Russian Children's Welfare
Society (RCWS) wurde 1926 mit dem Ziel,
das Leben bedürftiger Kinder russischer
Emigranten zu erleichtern, gegründet. Da der
Zusammenbruch der UdSSR im Jahr 1991 Russland in
eine schwere soziale Krise gestürzt hat, ist
RCWS neben seiner eigentlichen Aufgabe mit etlichen
Kinderhilfsprogrammen in Russland engagiert.
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