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Alexander
Porfirjewitsch
Borodin
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Am 31. Oktober 1833
russischer Zeitrechnung (12. November 1833
westlichen Datums) wurde Alexander Porfirjewitsch
Borodin als außerehelicher Sohn Avdotja
Konstantinowa Antonowas und des georgischen Prinzen
Luka Stepanowitsch Gedianow in Sankt Petersburg
geboren. Ein Bediensteter seines leiblichen Vaters
wurde zum Geber seines Nachnamens.
Der talentierte Knabe erhielt trotz seiner
"unstandesgemäßen" Abstammung eine gute
Erziehung und war mit zehn Jahren bereits in der
Lage, sich in Deutsch, Englisch, Französisch
und Italienisch zu verständigen. Musikalisch
begabt zeigte sich Alexander Borodin ebenfalls. Er
erlernte zwar das Flöte- und Klavierspiel und
komponierte kleinere Stücke, eine gezielte
musikalische Förderung erfuhr er jedoch
nicht.
Sein Interesse an den Naturwissenschaften
ließ ihn 1850 ein Studium an der
medizinisch-chirurgischen Akademie in Sankt
Petersburg beginnen, das er 1856 erfolgreich
beendete. Im Anschluss daran wurde er Assistent am
Militärhospital seiner Heimatstadt.
1857 begab sich Alexander Borodin auf seine erste
Auslandsreise, um sich im westlichen Europa
zusätzliche Kenntnisse über chemische
Phänomene anzueignen. Erste wissenschaftliche
Veröffentlichungen folgten ebenso wie seine
Promotion.
Sein Wissensdurst ließ Alexander Borodin in
den Folgejahren wieder Westeuropa bereisen, wo er
vornehmlich in Heidelberg Studien in Chemie
betrieb. Dort begegnete er 1861 der ausgezeichneten
Pianistin Ekaterina Protopopowa, die sich aus
Gesundheitsgründen in Heidelberg aufhielt.
Chronisten berichten, während einer Reise nach
Baden-Baden haben sie sich verlobt. 1863 folgte die
Hochzeit in Sankt Petersburg.
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Zu jenem Zeitpunkt hatte
Alexander Borodin bereits den Lehrstuhl für
Chemie an der Sankt Petersburger
medizinisch-chirurgischen Akademie übernommen,
den er bis zu seinem Lebensende voll engagiert
innehatte. Musik und das Komponieren waren sein
Zeitvertreib, wobei es Kenner verwundert, wie der
renommierte, auf vielen europäischen
Konferenzen gefragte Naturwissenschaftler
überhaupt Zeit finden konnte, sich dem
Komponieren zu widmen.
Alexander Borodin schloss sich den Komponisten
Milij Balakirew, César Cui, Modest
Mussorgsky und Nikolaj Rimsky-Korsakow an. Die
"Gruppe der 5" sah sich als russische Patrioten,
die "wahre Musik", basierend auf russischer
Tradition, anbieten wollten. Alexander Borodins
erste erfolgreiche Komposition war seine Erste
Sinfonie, die zwischen 1862 und 1867 entstanden
ist. Neben seiner Zweiten Sinfonie begann er 1869
sich auch mit der Oper "Fürst Igor" zu
beschäftigen, die allerdings zu seinen
Lebzeiten nicht vollendet wurde.
Franz
Liszt verdankt Alexander
Borodin sein Bekannt werden als Komponist in
Westeuropa. Franz Liszt stellte 1880 in Baden-Baden
Alexander Borodins Erste Sinfonie vor, die
begeistert aufgenommen wurde.
Alexander Borodins schöpferisches Leben fand
am 15. Februar 1887 (27. Februar westlichen Datums)
ein jähes Ende, als er auf einem Maskenball
der Sankt Petersburger Akademie an Herzversagen
verstarb. Sein bedeutendstes Musikwerk "Fürst
Igor", welches als die russische Oper schlechthin
bezeichnet wird, wurde von Nikolaj Rimsky-Korsakow
und Alexander Glasunow fertig gestellt.
Von Rika Wettstein Baden-Baden
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