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Klein, zart und mit einem ganz eigenen herb-nussigen
Geschmack - so präsentiert sich Rosenkohl. Mit wenig
Aufwand lassen sich mit den Mini-Kohlköpfchen feine
Gerichte zaubern.
Wenn erste Fröste drohen, sind sie langsam reif. In
zartem Grün leuchten uns zur Winterzeit die kleinen
Kohlkugeln auf den Märkten entgegen. Oft sind sie noch
von einem dünnen, blaugrauen Wachs bedeckt. Das ist
ganz natürlich und verschwindet beim Abwaschen. Erst
gekocht oder gedünstet entfalten die
Mini-Kohlköpfchen ihren typischen Geschmack. Rosenkohl
gehört zu den klassischen Wintergemüsen. Die
einzelnen Röschen wachsen auf freiem Feld an bis zu
einem Meter hohen Pflanzen, von oben geschützt durch
üppige Kohlblätter.

Rosenkohl gehört gemüsegeschichtlich zu den
"jungen Gemüsen". Vor etwa 100 Jahren wurden die
Röschen erstmals in der Nähe von Brüssel
angebaut. Daher stammt ihr ursprünglicher Name "Choux
de Bruxelles". Bei uns wurden sie als "Brüsseler
Sprossen" oder "Brüsseler Kohl" bekannt. Relativ
schnell hat sich das winterliche Gemüse in ganz Europa
verbreitet. Heute wird Rosenkohl vor allem in den
Niederlanden, Frankreich und Großbritannien angebaut.
Nur rund 15 Prozent der bei uns gegessenen Röschen
stammen aus heimischem Anbau.
Druckfest und geschlossen muss frischer Rosenkohl sein.
Gelbe oder schon geöffnete Röschen sollte man
nicht mehr kaufen. Besonders gut schmecken die Kugeln, wenn
sie die ersten Fröste abbekommen haben - durch die
Kälte werden sie noch zarter und würziger.
Besonders frisch gibt es den kleinen Kohl und seine
großen Verwandten in den Wintermonaten bei vielen
badischen Gemüsebauern.
Rosenkohl spaltet schon immer die Zungen. Manch einem ist er
einfach zu bitter , obwohl Züchter gerade in den
letzten Jahren den herben Geschmack erheblich gemildert
haben. Eigentlich schade, meinen die
Ernährungswissenschaftler. Denn gerade Bitterstoffe im
Gemüse haben eine krebshemmende Wirkung. Rosenkohl hat
aber noch einiges mehr an Gesundem zu bieten: viel Vitamin B
und C, einiges an Kalium und eine Menge Ballaststoffe.
Spezielle Nährstoffkombinationen in den Blättchen
sollen die Konzentrationsfähigkeit fördern und die
Nerven beruhigen.
Rosenkohl lässt sich leicht und schnell putzen. Von
jedem Röschen den Strunk und die äußeren
losen und angewelkten gelben Blätter entfernen. Dann
die Röschen unter fließendem Wasser waschen und
abtropfen lassen. Rosenkohl wird ausschließlich gegart
verwendet und meist im Ganzen gegart. Um ein
gleichmäßiges Garen zu gewährleisten,
empfiehlt es sich, den Stielansatz vor dem Kochen
kreuzförmig einzuschneiden. In leicht gesalzenem Wasser
je nach Größe 8-12 Minuten kochen. Rosenkohl
zerfällt leicht, deshalb nicht zu lange garen. Wenn es
mal ganz fein sein soll, kann man sich auch die Mühe
machen, alle Blätter vom Röschen zu trennen und
diese in zerlassener Butter, zugedeckt 4 Minuten
dünsten oder kurz in Salzwasser blanchieren. Rosenkohl
ist vielseitig verwendbar, schmeckt pur mit etwas
zerlassener Butter als Gemüsebeilage, als Suppe, in
Eintöpfen oder als Auflauf. Gekochter Rosenkohl
schmeckt daneben auch kalt in einem Salat.
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