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Die äußerlich gelblich-bräunliche und
weißfleischige Pastinake zählt bei uns in
Deutschland zu den ältesten Feldfrüchten.
Vermutlich sammelten schon unsere Vorfahren, die
Steinzeitmenschen, wildwachsende Vorgänger dieser
köstlichen Rübenart. Bei den Römern war die
Patinake eines der häufigsten Wurzelgemüse. Erst
in neuerer Zeit wurde es bei uns durch Karotten und
Kartoffeln verdrängt. In England, Frankreich und den
USA sind die Rüben auch heute noch sehr verbreitet.
Im Aussehen gleicht die lange, schlanke Wurzel dem Rettich;
roh schmeckt sie leicht nussig und gekocht wie eine Mischung
aus Karotten und Sellerie. Sie schmeckt jedoch wesentlicher
süßer als Karotten.
Auch das Kraut der Pastinake kann in der Küche
verwendet werden. Es ist ein Würzkraut und ähnelt
im Geschmack der Petersilie. Es kann - im Gegensatz zur
Petersilie - ohne Aromaverlust mitgekocht werden. Pastinake
und Petersilie, beide aus der Familie der Doldenblüter,
sind nahe Verwandte. Eine der verschiedenen Kulturformen der
Pastinake, die sogenannte Hirschmöhre, auch
Petersilienwurzel genannt, ist aus einer Kreuzung zwischen
Petersilie und Karotte entstanden. Sie riecht wie Sellerie
und wird wie Pastinake zubereitet.
Dank ihres süß-würzigen Aromas lassen sich
Pastinaken roh wie Sellerie als Salat zubereiten; gekocht
passen die Wurzeln gut zu Suppen oder Saucen.
Das winterharte Gemüse entfaltet seinen vollen,
süßlichen Geschmack erst nach dem ersten Frost.
Aufgrund ihres Zuckergehaltes wurden Pastinaken in
früherer Zeit auch für die Hefegärung
verwendet: die Iren brauten ein Bier daraus, die
Engländer tranken Pastinakenwein, und unsere
Urgroßmütter kochten den Saft zu einem
dickflüssigen Sirup ein, der als Brotaufstrich diente
und den Honig ersetzte.
Mittlerweile kann man bei uns in gut sortierten
Gemüsegeschäften oder auf dem Markt Pastinaken
kaufen.

Typisch badisch:
Pastinaken-Cremesuppe
Pastinakensalat
mit Speck-Vinaigrette
Pastinaken-Gemüse
Pastinaken-Mangold-Puffer
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