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Die Erdbeere
Sie wird auch als "Königin der Beeren"
bezeichnet, wohl zu Recht, denn bei uns ist die
Erdbeere nach dem Apfel die beliebteste Frucht.
Walderdbeeren kannten bereits unsere Urahnen. Erste
Funde reichen bis in die jüngste Steinzeit
zurück. Bereits in der Antike priesen
römische Dichter die Vorzüge der kleinen,
aromatischen Walderdbeere. Nur die
Fruchtgröße der Winzlinge ließ
sich durch nichts verbessern, sie wachsen bis heute
kaum fingernagelgroß.
Mit der Entdeckung der Neuen Welt war das
"Größen-Problem" gelöst. Man fand
in Kanada, in Nordamerika und in Chile neue
größere Sorten. Man brachte diese
"Scharlacherdebeeren" in die botanischen
Gärten nach Europa, wo es bereits 1820
über 70 verschiedene Kreuzungen gab.
Um 1840 begann man in Staufenberg in der Nähe
von Baden-Baden mit dem erwerbsmäßigem
Anbau in Deutschland.
Inzwischen gibt es weit über tausend Sorten
mit recht unterschiedlichen Boden- und
Klimaansprüchen, verschiedenem Aussehen,
Geschmack und Wuchshabitus und jedes Jahr kommen
neue hinzu. Leider trifft man oft genug auf Sorten,
die mehr den Bedürfnissen der Erzeuger und des
Handels als denen des Verbrauchers gerecht werden.
Die traditionellen Sorten verschwinden immer mehr
aus dem Erwerbsanbau. Wer sich beim Erdbeerkauf
Enttäuschungen ersparen möchte, sollte
auf Wochenmärkten kaufen. Hier bieten oft
heimische Bauern ihre Waren in kleinen Mengen an,
und die Chance, aromatische Erdbeeren zu finden,
ist ziemlich groß.
Es dauert meistens nicht länger als einen Tag,
bis die geernteten Erdbeeren vom Feld zum Verkauf
gelangen. Die Erdbeere ist sehr sensibel und altert
nicht gerne. Wenn sie allerdings frisch genossen
wird, belohnt sie die Mühe des schnellen
Transports vom Feld auf den Obstteller mit ihrem
vollen Aroma und dem unverwechselbaren
Geschmack.
Erdbeeren müssen vorsichtig transportiert
werden. Sie sind druckempfindlich und faulen
deshalb schnell. Sie verlieren schnell ihr Aroma,
spätestens zwei Tage nach der Ernte sollten
sie verzehrt oder verarbeitet werden.
Und wenn Sie sie nicht gleich verbrauchen
können, dann sortieren Sie alle Früchte
mit Druckstellen aus, breiten die
unbeschädigten Beeren locker nebeneinander auf
einem Teller aus und stellen diesen zugedeckt an
einen kühlen Ort (Gemüsefach im
Kühlschrank).
Erdbeeren sollten nicht mit hartem Wasserstahl
abgebraust, sondern nur kurz in kaltes Wasser
getaucht werden. Die gewaschenen Beeren sollten gut
abtropfen oder vorsichtig trockengetupft werden.
Erst nach dem Waschen entfernt man Stiele und
Blätter, sonst wird das Aroma verwässert.
Zuckern Sie die Erdbeeren erst kurz vor dem
Servieren, sonst verlieren sie zu viel Saft und
werden weich und matschig.
Erdbeeren sind gesund, sie haben einen höheren
Vitamin C-Gehalt als Orangen und Zitronen: 60 mg
pro 100 g Fruchtfleisch. Außerdem enthalten
sie wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium, Kalium,
Phosphor und besonders auch Eisen.
Typisch badisch:
Biskuitrolle mit
Erdbeeren
Gelbe
Rüben-Erdbeerkuchen
Erdbeeren Schwarzwälder
Art
Staufenberger Rotwein-Erdbeeren auf
Baiser
Erdbeeren in
Rotwein
Erdbeer-Grieß-Törtchen
Erdbeer-Rhabarber-Gelee
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Endlich
Erdbeerzeit!
Gebundene Ausgabe, 64 Seiten, Hölker
Verlag
Dieses Buch bietet zarte, knusprige,
fruchtige, schaumgeborene, eisige,
knackige und pikante Gaumenfreuden. Die
Erbeere hat viele Talente, und es ist ganz
leicht, ihnen auf die Schliche zu kommen.
Hier finden Sie Rezepte für
Vorspeisen und Salate, Suppen, Kaltschalen
und Grützen, feine Desserts, Torten
und Törtchen, Kofitüren,
Marmeladen und Gelees, Säfte, Drinks,
und Bowlen.

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