Wir schlagen vor, das Markgraf-Ludwig-Gymnasium in Baden-Baden in Reinhold Schneider-Gymnasium umzubenennen.

Nachfolgendes Schreiben schickten wir am 13. 10. 2002 an Frau OB Dr. Lang und an die Fraktionsvorsitzenden der Parteien im Gemeinderat:


Sehr geehrte Damen und Herren,

Reinhold Schneiders 100. Geburtstag ist am 13. Mai 2003. Aus diesem Anlass wird es nicht nur in Baden-Baden Gedenk-Veranstaltungen geben. Selbst die Deutsche Post würdigt 2003 Schneiders 100. Geburtstag mit einer Sonderbriefmarke.

Reinhold Schneider besuchte von 1912 bis 1921 das MLG. Schon in den 80er Jahren wurde angeregt, das MLG in "Reinhold Schneider-Gymnasium" umzubenennen. Wir möchten diesen Vorschlag wieder aufgreifen und Sie bitten, diesen zu diskutieren.

Wir finden, dass gerade in unserer heutigen Zeit, wo überall die Kriegstrommeln gerührt werden, auch Baden-Baden ein Zeichen setzen könnte, ein Gymnasium, das den Namen eines Feldherrn trägt, umzubenennen.


In der Festschrift aus dem Jahr 1992 zum 100jährigen Bestehen des MLG schreibt Dekan Wahl:

"...Eine dritte Möglichkeit, das Erbe des bedeutendsten "Ehemaligen" lebendig zu erhalten, wäre die, unsere Schule nach ihm zu benennen. Einen ersten Versuch dazu gab es im Vorfeld jenes Studienwettbewerbs Mitte der 80-er Jahre. Mehrheitsfähig war der Vorschlag damals (noch?) nicht. Aber warum sollte heute nicht darüber gesprochen werden?

Natürlich ist uns das "MLG" als Name vertraut und bürgt für Qualität. Aber wenn wir den "Türkenlouis", den alten Haudegen, als Namenspatron unserer Schule mit Reinhold Schneider, dem "Gewissen Deutschlands" in schwieriger Zeit, vergleichen - gäbe es da keine Gründe, auch Reinhold Schneider als Namensgeber in Erwägung zu ziehen? "

Wir hoffen und wünschen uns, dass dieser Vorschlag aus gegebenem Anlass fraktionsübergreifend eine Mehrheit finden wird

Mit freundlichen Grüßen
Rika Wettstein, Wolfgang Peter
Herausgeber des ultimativen Stadtführers Baden-Baden



Reaktion auf unser Schreiben:
"Ich war übrigens selbst, wie Sie wissen, auf dem MLG und mir war bis zu Ihrem Mail gar nicht bewusst, dass es sich bei dem Markgraf Ludwig um den Türkenlouis handelte."
Joachim Knöpfel, Fraktionsvorsitzender der SPD



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