Ausstellung im Jesuitensaal: Leben
und Werk Reinhold Schneiders
Die "andere Seite"
Baden-Badens
Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 90. Geburtstag
von Reinhold Schneider wurde im Jesuitensaal des
Rathauses eine AusteIlung zu Leben und Werk des
Baden-Badener Schriftstellers eröffnet. Ute
Reimann vom städtischen Kultur- und Sportamt
hat aus dem in der Badischen Landesbibliothek
Karlsruhe aufbewahrten Nachlaß, aus den im
Besitz der Familie van Look (Freiburg) befindlichen
Schriften, aus den Sammlungen von Dr. Alexander
Bergengruen und Dr. Rainer Haehling von Lanzenauer
und aus anderen "Funden" mit viel Sorgfalt die
Stationen des Lebens dieses bedeutenden
Baden-Badeners nachgezeichnet. Da sind alte
Kinderfotos ausgestellt, Briefe, erste Gedichte,
später die Zeugnisse des Arbeitgebers, der
Kunstanstalt Stengel in Dresden. Breiten Raum
nehmen die Schriften ein, die Reinhold Schneiders
Wirken während des Dritten Reiches und in der
Nachkriegszeit dokumentieren. Viele
Veröffentlichungen tragen eine Widmung an
Werner Bergengruen, mit dem Schneider eine
lebenslange Freundschaft verband.
Bürgermeister Zwosta, der allen Sponsoren,
insbesondere der Stadtsparkasse, für ihre
Unterstützung dankte, freute sich bei der
Eröffnung der Ausstellung, daß hier
einmal die "andere Seite" Baden-Badens sichtbar
werde, nämlich eine weniger
oberflächliche. Der Ausstellung vorausgegangen
war eine Podiumsdiskussion mit Lesung aus "Las
Casas" in Reinhold Schneiders ehemaliger Schule,
dem Markgraf-Ludwig-Gymnasium.
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