Mario Adorf las am 27. März
in Potsdam im Nikolaisaal
Adorf las aus den Erzählungen
"Das Erdbeben" und "Potsdam und Doorn" aus dem
Erinnerungsbuch "Verhüllter Tag" von Reinhold
Schneider zu dessen 100. Geburtstag, so die
Pressmitteilung.

Weiter hieß es in der Ankündigung:
Reinhold Schneider lebte in den Jahren 1932 bis
1937 in Potsdam und gehört zu den bekanntesten
Autoren der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts. Seine Romane, Erzählungen,
Essays, Gedichte und Theaterstücke erscheinen
seit Anfang der dreißiger Jahre im Insel
Verlag. Reinhold Schneider, politisch-moralisch
engagierter Autor gerade in der Zeit des
Nationalsozialismus, vertrat den inneren Widerstand
gegen das Naziregime und schrieb gegen die
Judenverfolgung. 1938 erschien sein berühmter
Widerstandsroman Las Casas vor Karl V., der, wie er
schrieb, »mir mögliche Protest des
Gewissens gegen die Zeit, aber auch gegen die
europäische Geschichte als Eroberung
überhaupt«. In den Jahren der jungen
Bundesrepublik galt Schneider als moralische
Instanz, er wandte sich entschieden gegen die
Wiederaufrüstung. Ein Jahr nach Hermann Hesse
erhielt er den Friedenspreis des Deutschen
Buchhandels. Ein Leben lang hat sich Schneider mit
Europa, seiner Geschichte, Philosophie und
Literatur auseinandergesetzt, er hat den Spanier
Unamuno und die Französin Simone Weill
entdeckt und bis heute Gültiges über
Portugal und seine Kultur geschrieben. Er verstand
sich in seinem Schreiben als Christ, aber den
christlichen Dichter als »Unruhestifter,
Ankläger, verhaßt den Mächtigen,
unerwünscht den Oberhirten«."
Diese Veranstaltung des Brandenburgischen
Literaturbüros, wurde von den Potsdamer
Neuesten Nachrichten und Antenne Brandenburg
präsentiert.
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