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Die
russische Kirche
Weithin strahlt
der vergoldete Zwiebelturm mit dem russischen Kreuz
der russisch-orthodoxen Kirche zur "Verklärung
des Herrn" an der Lichtentaler Straße, nahe
dem Bertholdplatz.
Ermöglicht wurde der Bau dieses Gotteshauses
für die russischen Residenten im Baden des 19.
Jahrhunderts, die ihre Gottesdienste in
Privathäusern abhalten mussten, durch
hartnäckiges Spendensammeln, das unter anderem
von Prinzessin Wilhelm,
Gemahlin des badischen Prinzen Wilhelm und Nichte
des russischen Zaren Alexander II., betrieben
wurde.
Per Schenkungsvertrag erhielt die russische
Gemeinde Badens ein städtisches
Grundstück und ließ 1881/82 die Kirche
nach den Plänen des russischen Architekten
Iwan Strom im nordrussischen Stil bauen. Am 28.
Oktober 1882 wurde der auf dem Grundriss eines
griechischen Kreuzes errichtete dreischiffige
Sandsteinbau im Beisein einer Vielzahl geistlicher
und weltlicher Würdenträger feierlich
eingeweiht.
Das Mosaik über dem Portal und der
prächtig ausgestattete Innenraum sind der
Großzügigkeit des russischen
"Malerfürsten" Grigor Gagarin zu
verdanken.
Unter dem Altarraum befinden sich in einer Krypta
die Sarkophage der Prinzessin Wilhelm und einer
weiteren Förderin der Kirche, der Fürstin
Tatjana Gagarin.
Nach langem Streit im letzten Jahrhundert um die
Besitzrechte an der Kirche, gehört sie heute
der "russisch-orthodoxen Kirche im Ausland", die
regelmäßig ihre Gottesdienste für
alle Glaubensangehörigen Nordbadens in ihr
zelebriert.
Von Rika Wettstein, Baden-Baden
Russische Kirche Baden-Baden
Lichtentaler Straße 76, 76530 Baden-Baden,
Telefon 07221-3732138
Öffnungszeiten: täglich von 10-18 Uhr (1.
Februar bis 1. Dezember). Eintritt: 1 Euro
Gottesdienste finden am 1. 3. und 4. Wochenende im
Monat, Samstag 17 Uhr und Sonntag 10 Uhr statt.
Baugeschichte der
Kirche
Russen in
Baden-Baden
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