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Weltweit gibt es ca. 75 Millionen anglikanische Christen, davon ca. 42 Millionen allein in Großbritannien.


Die anglikanische Kirche


Es wird oft fälschlicherweise angenommen, die Kirche von England sei von König Heinrich VIII. (gest. 1547) "gegründet" worden, weil er seine Ehe annullieren lassen wollte. Heinrich selbst war eigentlich ein Gegner der Reformation verfaßte eine Schrift gegen Martin Luther und setzte als König Gesetze durch die jedes Vergehen gegen den römisch-katholischen Glauben hart ja sogar mit dem Tod bestraften. Auf Wunsch seines Vaters und mit Dispens des Papstes musste Heinrich nach dem Tod seines älteren Bruders Arthur dessen Witwe Katharina von Aragonien heiraten. Da diese ihm nach längerer Ehe keinen männlichen Thronfolger schenkte, suchte er mit Berufung auf das kononische Recht die Ungültigkeitserklärung seiner Ehe durch den Papst zu erreichen. Als ihm dies verweigert wurde, sagte er sich von der Jurisdiktion Roms los und ermächtigte den Erzbischof von Canterbury, seine Ehe mit Katharina zu lösen. Unter Heinrich VIII. kam es also lediglich zu einer kirchenrechtlichen Trennung von Rom. Lehrmäßig blieb die Kirche aber katholisch.

Die Anglikaner sind nicht wie oft behauptet "evangelisch". Sie selbst nennen sich in ihrem Glaubensbekenntnis katholisch. Sie sprechen gerne von der "reformierten katholischen Kirche".

Die Anglikaner glauben an das Heil des Menschen durch den Glauben an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi.
Es gibt die sieben Sakramente wobei aber die Taufe und das Abendmahl als wesentlicher erachtet werden.

Die jeweiligen britischen Monarchen sind weltliches "Oberhaupt" der Church of England also der beiden Kirchenprovinzen mit den Erzbistümern Canterbury und York. Die anglikanische Kirche (Anglican Community) umfasst weltweit 26 Kirchenprovinzen. Dabei ist die Church of England von allen anglikanischen Kirchen die einzige Staatskirche. Alle anderen haben den Charakter von Freikirchen. Das Bindeglied aller anglikanischen Kirchen ist die Lambeth-Konferenz, eine alle zehn Jahre zusammentretende Konferenz aller anglikanischen Bischöfe unter dem Ehrenvorsitz des Erzbischofs von Canterbury.

Die anglikanische Kirche kennt keine straffe Hierarchie. Das zeigt sich in der Frage der Frauenordination, da es in den anglikanischen Kirchen von England Hongkong Kanada USA und Neuseeland bereits ordinierte Pfarrerinnen gibt, was intern große Konflikte mit sich gebracht hat. Geleitet werden die Kirchenprovinzen von Synoden, in denen Laien voll beteiligt sind. Der Bischof genießt vor allem moralische Autorität. Außer dem Bischof/der Bischöfin gibt es noch das Amt des Priesters/der Priesterin und des Diakons/der Diakonissin.

Besucher anglikanischer Gottesdienste fühlen sich häufig an römisch-katholische Gottesdienste erinnert. Grundmuster des Gottesdienstes sind der feierliche Einzug des Priesters, die sorgfältig ausgearbeitete Predigt die Eucharistiefeier in der Struktur der Messe, die Wechselgesänge zwischen Gemeinde und Chor in der Art des klösterlichen Stundengebetes und die Kommunion.



Quelle: Ökumene. Gemeinsames Leben auf der bewohnten Erde. Arbeitsunterlagen des Ökumenischen Jugendrates in Österreich.


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