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Gegenstand eines Gespräches von Bettina Röhl, Tochter Ulrike Meinhofs und Klaus Peter Röhls, mit dem Ehepaar Reich-Ranicki im März 2004 ist hauptsächlich Nachkriegsdeutschland, Antisemitismus und das Hamburger Medienestablishment der 1960er Jahre. Zu jener Zeit war Marcel Reich-Ranicki, der 1958 aus Polen nach Westdeutschland gekommen war, Literaturkritiker bei der "Zeit", für welche er 15 Jahre lang geschrieben hat. In den Hamburger Medienkreisen war es üblich gewesen, sich mit politischen Meinungen auch während Partys, die bevorzugt in Kampen auf Sylt stattfanden, auseinanderzusetzen. Zitat aus dem Gespräch Röhl-Reich-Ranicki in der Netzzeitung "Voice of Germany" vom 31. März 2004: "Röhl: Die meisten, die in den damaligen Partykreisen verkehrten, bezeichnen diese Zeit als eine besonders schöne, oft die schönste Zeit ihres Lebens. Haben Sie das auch so erlebt? Haben Sie damals an den oft in Kampen auf Sylt fortgesetzten Partys teilgenommen? Reich-Ranicki: Es war die Wirtschaftswunderzeit. Hauptkennzeichen war der wirtschaftliche Aufschwung, die Hinwendung zum Konsum, zum Luxus. In den sechziger Jahren waren wir drei oder vier Mal in Kampen auf Sylt. Es war ja nicht so weit von Hamburg entfernt. Seither fahren wir nach Baden-Baden." Zürück zu den News Zurück zum Archiv |
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