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Baden-Baden
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Lagebericht vom 29.10.1998, 10:00 Uhr

Katastrophenalarm
in Baden-Baden
durch Hochwasser



Nach Mitternacht wurde in Baden-Baden Katastrophenalarm ausgelöst. Nahezu stündlich sind Sirenen zu hören. Nach tagelangen Regenfällen haben sich durch den extremen Dauerregen in den letzten 24 Stunden gewaltige Wassermassen vom Schwarzwald durch das Oostal gebahnt. Der Wasserpegel des Oosbachs ist von üblicherweise circa 30 cm auf bis zu 3 m, in Worten drei Metern, gestiegen! Die reißenden Wassermassen haben zu noch nicht absehbaren Schäden geführt. Im Bereich der Oos wurden Brücken erheblich beschädigt, Fußwege sind teilweise weggeschwemmt worden, Gebäude sind stark beschädigt worden. An vielen Stellen hat sich der Oosbach sich nicht nur in einen reißendem Strom verwandelt sondern auch sein ansonsten sehr tiefes Bachbett verlassen. Viele Keller sind derzeit unter Wasser. Ganz schlimm ist die Lage in Geroldsau. Geroldsau ist komplett vom Straßenverkehr abgeschnitten, Häuser sind vom Einsturz bedroht. Hilfe kommt mit Hubschraubereinsatz. Schlecht sieht es auch in Lichtental, Oberbeuern und in Baden-Oos aus. Viele Straße sind unpassierbar geworden. Selbst zu Fuß ist das Durchkommen an vielen Stellen nicht mehr möglich.

Die Stadt Baden-Baden hat die Bürger aufgefordert in den Häusern zu bleiben und nicht zur Arbeit zu gehen. Der öffentlichen Nahverkehr ist heute nicht im Betrieb und die Feuerwehr weißt darauf hin, daß zur Zeit keine Kapazitäten zum Auspumpen von Kellern zur Verfügung stehen.

Derzeit sind die Feuerwehr, Polizei, Stadtwerke, THW, Bergwacht, DLRG, Bundeswehr, die französichen Streitkräfte und der Hochwasserschutz aus Kehl in Baden-Baden im Einsatz. Seit Mitternacht sind alle verfügbaren Kräfte auf den Beinen um mit Sandsäcken Barrieren zu bauen und an Bauwerken Behelfsabsicherungen vorzunehmen.

Einige Fahrzeuge wurden von der Straße förmlich weggewaschen. Dauernd sind Abschleppwagen im Einsatz um Fahrzeuge wegzuräumen die liegengeblieben sind.

Momentan hat sich die Lage etwas gebessert. Die starken Regenfälle haben nachgelassen und der Pegel ist auf 2,3m gesunken. Enwarnung kann deshalb noch lange nicht gegeben werden, da die Straßen im Talbereich zu großen Teilen unter Wasser steht und noch Schlamm- und Wassermassen aus dem Schwarzwald runter kommen können.

© Internetzeitung www.arka.de



 


 

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