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Als Wolfgang nach
Bali umsiedelte geschah dies zunächst mehr aus
praktischen Gründen. Für die
Souvenir-Kultur der Insel der Götter hat er
wenig Verständnis. An derartiger Folklore und
romantischer Verklärung ist er weniger
interessiert. Gleich Gauguin in Tahiti sah er
hinter der bukolischen Idylle eine härtere
Wirklichkeit, es gibt auch Armut und Krankheit, ein
"verlorenes Paradies". (Stefan Reisner, 2004)
Jetzt verfolgen Wolfgangs Arbeiten eine andere
Richtung. Inspiriert von den Menschen in Bali und
insbesondere aus der Gegend um Ubud, seiner Familie
und der erbaulichen Umgebung des Künstlerdorfs
wendet er sich neuen und erregenden Territorien zu.
Seine neueren virtuell-realistischen Gemälde
von balinesischen Mädchenköpfen geben
davon beredtes Zeugnis. Wolfgang sieht sich mehr
und mehr zu einem Phänomen hingezogen, das wir
etwas altmodisch mit "Schönheit" bezeichnen.
(Humphrey Smith, 2007)
Wolfgang Widmoser wurde 1954 in München
geboren. Von 1973 bis 1978 studierte er in Wien bei
Prof. Ernst Fuchs
Malerei. Fuchs, ein Vertreter der "Wiener Schule"
brachte seinem Meisterschüler Widmoser bei wie
ein italienischer Renaissance-Meister zu malen.
Fuchs war es auch, der Widmoser zu Salvador Dali
schickte, um bei diesem sein Können zu
vervollkommnen. Wolfgang Widmoser lebt seit 1987 in
Bali und hatte bisher unzählige Ausstellungen
weltweit. Seine im phantastischen Realismus
gemalten Bilder hängen in vielen Museen.
www.wolfgang-widmoser.com
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