Ein Stummfilm, gedreht
1933 auf Bali: Legong - Dance of the
Virgins
Legong - Dance of
the Virgins ist ein
US-amerikanischer Spielfilm von Henry de la Falaise
aus dem Jahr 1935. Dieser Stummfilm wurde 1933 auf
Bali in Zweifarben-Technicolor gedreht. Die
Dreharbeiten fanden zwischen Mai und August 1933
auf Bali statt. Darsteller waren
ausschließlich Einheimische. Die originale
Filmmusik schrieb Abe Meyer. Legong hatte am 1.
Oktober 1935 in New York Premiere. Obgleich es sich
bei Legong nicht um einen Dokumentarfilm handelt,
sind Aufnahmen authentischer balinesischer
Tänze zu sehen - darunter ein Legong-Tanz,
dessen Namen der Film trägt. Der Film wurde
durch das UCLA Film and Television Archive
restauriert und 2004 mit neu aufgenommener
Gamelan-Musik auf DVD veröffentlicht. Die
Rekonstruktion fand unter Verwendung drei
verschiedener Kopien aus den USA, Kanada und
Großbritannien statt.
Handlung: Am Tag
des Tempelfestes in Tampaksiring tragen Frauen
Opfergaben für ihre Götter herbei, unter
ihnen auch die keusche Jungfrau und
Tempeltänzerin Poutou. Das örtliche
Gamelan-Orchester begleitet die religiösen
Riten. Poutou entdeckt bei den Spielern Nyong,
einen Jungen aus Nordbali, der neu im Orchester
ist. Poutou lebt im Dorf zusammen mit ihrem Vater
Gousti Bagus, der Kampfhähne züchtet, und
ihrer jüngeren Halbschwester Saplak. Der Vater
bemerkt bei Poutous Rückkehr vom Tempel
sofort, dass sie sich verliebt hat, und
befürwortet ihre baldige Heirat. Während
Poutou auf den Markt geht, um sich mit Nyong zu
treffen, nimmt Bagus am Hahnenkampf teil. Im Tempel
wird Barong getanzt - eine mythologische Geschichte
über einen Prinzen, der von einer Hexe in
einen Löwen verwandelt wird. Nach der
Aufführung lädt Bagus Nyong zu einem
Besuch ein. Auf seinem Weg zu Poutous Haus sieht
Nyong am nächsten Tag zum ersten Mal Saplak,
die nackt in einem Teich badet. Zur selben Zeit
bereitet Poutou mit Vorfreude das Essen für
Nyongs Besuch vor. Nyong verabredet sich mit
Saplak. Bei dem Treffen verliebt er sich in sie.
Als er Bagus besucht, hält er sodann zu dessen
Entsetzen um die Hand von Saplak an. Bagus versagt
Nyong die Zustimmung, da Poutou den Jungen bereits
zu ihrem Mann gewählt hat und andernfalls
Schande über sie käme. Nyong lässt
Saplak daraufhin eine Nachricht zukommen, in der er
sie zur gemeinsamen Flucht nach dem bevorstehenden
Tempeltanz auffordert. Poutou - in dem Glauben,
Nyong habe um ihre Hand angehalten - macht sich auf
den Weg, ihren letzten Legong im Tempel zu tanzen.
Zuvor wird jedoch noch ein Djanger-Tanz
aufgeführt. Während sich Poutou für
ihre Aufführung zurecht macht, entdeckt sie
Nyongs Nachricht an Saplak. Niedergeschlagen sucht
sie nach dem Tanz die Einsamkeit. Sie sieht wie
sich Nyong mit Saplak zur Flucht trifft und
stürzt sich von einer Bambusbrücke in
einen Fluss. Bei der Kremationszeremonie für
die jüngst Verstorbenen zündet Gousti
Bagus den Scheiterhaufen für Poutou an.