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Stefan Loose Travel Handbücher
368 Seiten, broschiert
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Kinder in Bali

Balinesische Kinder wachsen unbeschwert heran


Kinder sind auf Bali privilegiert, sie werden nahezu abgöttisch geliebt und es gibt kaum etwas, das man ihnen übel nehmen würde. Die Geburt eines Kindes bedeutet für die Balinesen Wiederkehr, denn in dem Kind wird die Seele eines Vorfahren oder eines ehemaligen Dorfmitgliedes wiedergeboren. Am Tag der Geburt werden den Göttern besonders zahlreiche Opfergaben gebracht.

Die meisten Balinesen leben im Familienverband, also in einer Großfamilie. In einem Gehöft wohnen zumeist die Eltern mit ihren Kindern und den Großeltern zusammen. Dazu kommen nicht selten auch verwitwete oder hilfsbedürftige Verwandte. Das gibt den Menschen Sicherheit, macht den Lebensabend der Älteren leichter und die Kinder haben so immer einen Ansprechpartner.

Neugeborene Kinder dürfen 105 Tage lang nicht mit dem Erdboden in Berührung kommen, denn dieser gilt als unrein. Nach dieser Frist findet ein großes Familienfest statt. In einer Zeremonie werden die Kinder behutsam auf den Boden gestellt, versehen mit allen guten Wünschen für ein Leben auf eigenen Füßen. Damit ist der Übergang von der göttlichen in die menschliche Welt vollzogen.

Nach dem balinesischen Kalender haben die Kinder am 210. Tag ihres Lebens den ersten Geburtstag. An diesem ersten Geburtstag, der wieder mit einem großen Fest gefeiert wird, erhalten die Kinder ihren Namen. 90 Prozent der Balinesen gehören der "niederen Kaste" an und bei diesen Menschen ist üblich, dass die Jungen und Mädchen nach der Reihenfolge ihrer Geburt benannt werden. Deshalb haben fast alle Balinesen den gleichen Vornamen, egal ob Mädchen oder Jungen. Erstgeborene heißen Wayan, Zweitgeborene Made, Drittgeborene Nyoman und Viertgeborene Ketut. Bei mehr als vier Kindern beginnt die Reihenfolge der Namen von vorne.

Anders, als bei uns, wo man Kinder schon früh dazu erzieht, ihre Meinungen und Wünsche zu äußern und ihre eigene Persönlichkeit zu entfalten, lernen balinesische Kinder, sich in die vorgegebenen familiären Strukturen einzufügen. Je größer die Geschwisterzahl, desto mehr widersprechen einander bisweilen die Bedürfnisse. Schon früh lernen die balinesischen Knder sich mit ihren Geschwistern zu arrangieren. So entwickeln sie ein besonderes Feingefühl für die Stimmungen und Bedürfnisse anderer. Die Erziehung der Balinesen verurteilt im allgemeinen materialistisches Streben und Egoismus. Die Tugenden Zurückhaltung, Bescheidenheit, Demut, Großzügigkeit und Selbstlosigkeit werden den Kindern vermittelt. Benimmt sich ein Kind einmal daneben, wird es sanft wieder in die richtigen Bahnen gelenkt. Körperliche Strafen gibt es so gut wie nie. Das Ergebnis dieser Erziehung ist ein lebenslanges Verantwortungsgefühl für die Familie, ein ausgeprägtes soziales Verhalten und ein Streben nach Harmonie. (WP)




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