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Heinz von Holzen

Bali Unveiled: The Secrets of Balinese Cuisine
Heinz von Holzen
191 Seiten, Hardcover
Sprache: English

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Bali Gewürze

Gewürzparadies Indonesien


Bumbu
Bumbu (balinesisch: Jangkap) nennt man in Indonesien pastenartige Würzmischungen. Bumbu besteht aus mehreren im Mörser zerkleinerten frischen Gewürzen, wovon der Hauptbestandteil immer Zwiebeln sind. Neben den Zwiebeln enthält Bumbu meistens Knoblauch, Chilies und getrocknete Nüsse (vor allem die indonesischen Kemiri-Nüsse). Häufig findet man auch noch folgenden Gewürze in der Paste: Großer oder kleiner Galgant, Kurcuma, Ingwer, Kaffernlimettenblätter, indonesische Lorbeerblätter und Zitronengras. Getrocknete Gewürze spielen eine untergeordnete Rolle. Bisweilen werden Pfeffer, Muskatnuss oder Gewürznelken verwendet. In Bali kann auch trockenes oder in etwas Fett gebratenes Trassi oder Terasi (Garnelenpaste) Bestandteil der Würzpaste sein. Bumbu wird entweder roh oder kurz in Öl gebraten verwendet. Gemüse wird in Bali meist nur in etwas Wasser, Brühe oder Kokosmilch zusammen mit Bumbu gekocht. Fleisch wird oft mit Bumbu mariniert und danach gebraten oder gegrillt. Bumbu wird auch vor dem Servieren unter die Soßen gerührt, um den Geschmack zu intensivieren. In Fleischbrühe aufgelöstes Bumbu ist die Basis der meisten indonesischen Suppen. In Öl gebratenes Bumbu wird oft als Tischwürze serviert.

Chili

Die Heimat der Chilies (Capsicum frutescens und andere Arten) ist Südamerika. Anders als fast alle tropischen Gewürze sind Chilies jedoch sehr einfach zu kultivieren. Deshalb verbreiteten sie sich im 16. Jahrhundert schnell über die ganze Welt. In Malaysia und Indonesien isst man generell würzig, aber nicht so extrem scharf wie in Thailand. Da aber die indonesische Küche sehr unterschiedlich ist, gibt es auch einige Regionen in denen Chilies großzügig verwendet werden: Westsumatra, Bali und Nordsulawesi sind hier besonders hervorzuheben.

Kardamom
Das Gewürz wird meist als ganzen Früchte (Kapseln) verkauft, da die Samen sehr schnell ihren Geruch verlieren. Kardamom schmeckt etwas süßlich und ist sehr angenehm aromatisch. Seine Heimat ist Südindien und Sri Lanka. In Indonesien wächst der jawanische oder runde Cardamom (Amomum compactum). Zum Kochen werden die Samen aus den Kapseln gelöst und diese dann im Mörser zerstoßen. Kardamom wird nach Saffran und Vanille als das drittteuerste Gewürz bezeichnet. Die grünen Kapseln sind am hochwertigsten.

Kurkuma
In Indonesien wird das Rhizom des Gelbwurzes auch im frischen Zustand verwendet, es wird gerieben und Currygerichten beigegeben. Kurkuma gibt es auch getrocknet als Pulver. Frisch schmeckt der Wurzelstock aromatisch herb, harzig und leicht brennend. Getrocknet entfaltet es ein mildwürziges, leicht bitteres Aroma. Kurkuma ist ein wesentlicher Bestandteil des Currypulvers. Gelber Reis (Nasi Kuning) wird mit Kurkuma, Kokosmilch und aromatischen Blättern (indonesisches Lorbeerblatt, Pandanusblätter, Zitronengras) zubereiteter und in Bali an Festtagen aufgetischt. Nasi Kuning hat in Bali auch kultische Bedeutung, denn Kegel aus gelbem Reis sind eine beliebte Opfergabe für die Götter. Der gelbe Farbstoff ist oftmals auf Schneidebrettern oder anderen Küchengeräten schwer zu entfernen. Abhilfe: Legen Sie die Utensilien einfach ins direkte Sonnenlicht. Da der Farbstoff nicht lichtecht ist, verschwindet er nach nur einer Stunde.

Zimt
Der indonesischer Zimt (Cinnamomum burmannii) schmeckt aromatisch und nur wenig herb. Die Pflanze wurde zuerst in der indonesischen Provinz Westsumatra, in der Region um die Stadt Padang kultiviert. Auch noch heute ist Sumatra das Hauptanbaugebiet.

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