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Das ganze Leben
in Bali mit all seinen vielfältigen
Tätigkeiten wird von den Kalendern bestimmt.
Für alles und jedes, von der
Leichenverbrennung bis zur Reisaussaat, vom
Tempelbau bis hin zum Holzhacken gibt es geeignete
Tage (dewasa luwung) und ungeeignete Tage (dewasa
jelek).
So hat jede balinesische Familie einen
balinesischen Kalender (Pukowon), wo man die guten
Tage für seine Tätigkeiten finden kann.
Dieser Kalender hat einen 210 Tage-Zyklus. Der
Pakuwon-Kalender führt die meisten
religiösen Zeremonien, die Markttage sowie die
persönlichen Jahrestage auf. Die Jahre werden
nicht gezählt oder benannt. Jede der 30 Wochen
des Siebentageszyklus des Pakuwon-Kalenders hat
aber einen eigenen Namen.
Viele Balinesen orientieren sich noch
zusätzlich nach einem Mondkalender (Saka). So
richten sich teilweise die Termine für
Tempelfeste nach diesem Kalender. Solche Feste
finden meistens bei Vollmond (Purnama) statt. Zu
den Tempeln, deren Feste sich nach dem Mondkalender
richten, gehört u.a. der wichtigste Tempel
Balis, der Tempel Pura Besakih (Muttertempel). Die
größte und wichtigste Zeremonie Balis,
Eka Dasa Rudra im Ort Besakih, findet alle hundert
Jahre jeweils zu Beginn eines neuen Jahrhunderts im
Saka-Kalender statt. Das letzte Mal war dies der
29. März 1979.
Natürlich gibt es daneben noch einen
"offiziellen" Kalender, so wie wir ihn kennen.
Dieser wird für amtliche und internationale
Datierungen verwendet.
Balinesischer Kalender
digital
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