|
Höllisch aufpassen sollte man
bei der Begegnung mit Affen, die in Bali als
Nachkommen des Affengenerals Hanuman verehrt
werden. Es ist gar nicht selten, dass die
halbwilden Makaken Brillen, Fotoapparate und andere
Dinge blitzschnell entwenden und damit
verschwinden. Es ist auch schon vorgekommen, dass
Affen Ohrschmuck aus dem Ohr gerissen haben. Im
Tempel Uluwatu, der auf einer 80 Meter hohen Klippe
steht, haben wir schon erlebt, dass dort Affen
Fotoapparate ins Meer geworfen haben. Auf der Insel
gibt es eine Menge Plätze, meist Tempel, wo
halbwilde Makakenherden leben. Auch einige
Affenwälder zum Beispiel bei Sangeh, Alas
Kedaton oder Ubud. Dort toben sie in großen
Horden herum.
An den Eingängen dieser Affenwälder wird
Affenfutter verkauft, was ein großer Fehler
ist. Denn wenn die Tiere sich daran gewöhnen,
gefüttert zu werden, dann werden sie schnell
agressiv. Die Affen kommen mit gefletschten
Zähnen herbeigerannt und fordern ihr Futter,
wobei die lauthals kreischen. Die Reiseveranstalter
auf Bali sind so gezwungen, ständig nach neuen
Affenwäldern Ausschau zu halten, weil die
alten Plätze wegen der immer angriffslustiger
werdenden Tiere oft aufgegeben werden
müssen.
Lesen Sie auch: Der heilige Affenwald bei
Ubud
|