
1948 wurde er in Amiens/Frankreich geboren. Seine
Ausbildung erhielt er am Pariser Konservatorium.
1971 wurde er Posaunist beim Orchestre Symphonique
de Lyon und an der Opéra Nouveau, Lyon, wo
er von 1975 bis 1981 Stellvertretender
Musikdirektor war.
1976 holte ihn Pierre Boulez als ständigen
Gastdirigenten des "Ensemble InterContemporain"
nach Paris. 1981 ernannte ihn Gérard Mortier
zum Generalmusikdirektor des Brüsseler
Théâtre de la Monnaie, wo Cambreling
während seiner zehnjährigen
Tätigkeit 40 Neuinszenierungen mit Regisseuren
wie Luc Bondy, Patrice Chéreau, Karl-Ernst
Herrmann, Peter Mussbach und Herbert Wernicke
betreute. Er hatte Gastspiele an der Metropolitan
Opera, der Mailänder Scala und der Wiener
Staatsoper. Bei den Salzburger Festspielen
dirigiert er seit 1985 regelmäßig.
Neben seiner Tätigkeit als Operndirigent
arbeitet er auch als Konzertdirigent mit allen
führenden Orchestern, so u. a. mit den Wiener
Philharmonikern, den Berliner Philharmonikern, dem
Cleveland Orchestra, dem Los Angeles Philharmonic
Orchestra, dem Cincinnati und dem Montreal Symphony
Orchestra, dem Oslo Philharmonic Orchestra, dem BBC
Symphony Orchestra, dem NDR Sinfonieorchester, dem
Orchester des Bayrischen Rundfunks, dem Ensemble
Modern, dem Orchestre de Paris, der Staatskapelle
Dresden und der Tschechischen Philharmonie.
Demnächst wird er mit dem Deutschen
Symphonie-Orchester Berlin und dem Netherlands
Radio Philharmonic Orchestra auftreten.
Er ist Träger des Europäischen
Dirigentenpreises in Anerkennung seines Engagements
für die Musik der Gegenwart.
Von 1993 bis 1997 war Sylvain Cambreling Intendant
und Generalmusikdirektor der Oper Frankfurt und
zugleich künstlerischer Leiter der Konzerte
der Frankfurter Museumsgesellschaft.

Sylvain Cambreling, dessen Repertoire sich vom
Barock bis zur Neuen Musik erstreckt und mehr als
70 Opern sowie über 400 Konzertwerke umfasst,
ist erster Gastdirigent des Klangforum Wien sowie
seit Beginn der Spielzeit 1999/2000 Chefdirigent
des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und
Freiburg.
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