Maler der Moderne


 

Ein Virtuose der reinen Malerei

Wilhelm Trübner wurde am 3. Februar 1851 als Spross einer Heidelberger Bürgerfamilie geboren. Trübner galt als einer der bedeutendsten deutschen Impressionisten. Freilich war er nie populär, der Durchbruch bei einem größeren Publikum gelang ihm erst mit einer Ausstellung aus Anlass seines 60. Geburtstages im Jahr 1911. Zu diesem Zeitpunkt war Trübner bereits acht Jahre lang Professor an der Karlsruher Kunstakademie. Mit der Berufung an die Hochschule war der 52-Jährige an eine seiner drei Ausbildungsstätten zurückgekehrt. Neben seinen Studien in Karlsruhe und an der Münchener Akademie lernte er auch bei Hans Canon in Stuttgart.

 

Neues Schloss Baden-Baden
Neues Schloss Baden-Baden
Gemälde von 1915 von Wilhelm Trübner. Öl auf Leinwand, 62 x 80,5 cm. Privatbesitz.


Trübner war einer der wichtigsten Vertreter einer lichten impressionistischen Malweise. Als Lehrer hat er jungen Künstlern wie Hermann Goebel, Alexander Kanoldt oder Georg Scholz den Blick für neue Tendenzen in der Malerei eröffnet, für den französischen Impressionismus und Pointillismus.

Aber mit seinen eher konservativen Anschauungen stand er im krassen Widerspruch zu den kunstpädagogischen Reformbestrebungen, wie sie der Karlsruher Künstlerbund vertrat. In seiner Münchener Studienzeit, in der er künstlerisch richtungsweisende Freundschaften mit den Malern Wilhelm Leibl, Carl Schuch und Hans Thoma pflegte, widmete er sich zunächst Bildnissen und Stilleben in einem dunkeltonigen, altmeisterlichem Stil.

Daneben brachte er Historiengemälde auf die Leinwand. Erst mit neuen Motiven ab 1890 hellte sich Trübners Palette zunehmend auf. Er verließ mehr und mehr das Atelier und malte unter freiem Himmel Landschaften, vor allem am Chiemsee. Dort entstanden Bilder von strahlender Helligkeit und großer Leuchtkraft. Beeinflusst war er jetzt von seinen Malerfreunden Lovis Corinth und Max Slevogt. Von 1896 bis zum Ruf an die Karlsruher Akademie 1903 unterrichtete Wilhelm Trübner am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt.

Auch in Karlsruhe malte Trübner überwiegend Landschaften. In seinem individuellen, unverwechselbaren Stil überwog ein breiter, expressiver, stark vereinfachender Pinselstrich. Linien verloren ihre Bedeutung, nur das Malerische zählte. Die Bilder waren hauptsächlich durch die Farben Grün, Braun und Blau bestimmt. Kritiker bescheinigen dem 1917 verstorbenen Trübner noch heute, ein "Virtuose der reinen Malerei" gewesen zu sein.

Text: Pressestelle der Stadt Karlsruhe
Abb: PR




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