Maler der Moderne


 

Während seiner Aufenthalte mit seiner Frau Mathilde in Baden-Baden in den 20er und 30er Jahren entstanden einige Werke mit Bezug zu Baden-Baden.

Max Beckmann weilte 1936 im Europäischen Hof Baden-Baden. Durch die Nationalsozialisten aus der Städelschule, Frankfurt entlassen, steht er kurz vor der Emigration nach Amsterdam 1937.

Vom Hotel aus bot sich Beckmann der "Blick aus dem Fenster" auf die
Trinkhalle im Kurpark und inspirierte ihn zu einem Gemälde, das sich heute im Museum Frieder Burda befindet.

Beckmann weilte in den 20er und 30er Jahren mehrmals in Baden-Baden. Neben "Tanz in Baden-Baden" aus dem Jahr 1923 sind folgende Bilder mit Bezug zu Baden-Baden und Umgebung entstanden:

Blick aus dem Fenster (1936)
Waldweg im Schwarzwald (1936)
Waldwiese im Schwarzwald (1936)
Bergsee mit Schwänen (1936)
Golfplatz in Baden-Baden (1937)
Stourdza 1 und 2 (1935 und 1937)
Springbrunnen (1936)
Nächtlicher Park 1 und 2 (1933 und 1941)



Max Beckmann im Museum Frieder Burda

 

12. 2. 1884
Max Beckmann wird in Leipzig als Sohn eines Grundstücksmaklers und Mehlhändlers geboren.

1900-1903
Studium an der konservativen Großherzoglichen Kunstschule in Weimar.

1903-04
Studienreise nach Paris. Er lernt spätgotische Kunstwerke und wahrscheinlich auch Werke von Cézanne und van Gogh kennen.

1905
Übersiedlung nach Berlin, wo er sich der Berliner Secession anschließt.

1906
Beckmann erhält den Villa-Romana-Preis, der mit einem Studienaufenthalt in Florenz verbunden ist, und stellt mit der Berliner Secession aus.

Heirat mit der Malerin Minna Tube.

1910
Er wird als jüngstes Vorstandsmitglied in die Secession gewählt.

1913
Paul Cassirer organisiert eine erste große Beckmann-Retrospektive mit 47 Gemälden. Austritt aus der Berliner Secession und Anschluss an die Freie Secession.

1914
Zu Beginn des Ersten Weltkriegs meldet sich Beckmann als Freiwilliger zum Sanitätsdienst in Flandern. Es entstehen Zeichnungen und Radierungen, in denen er die Kriegseindrücke schildert.

1915
Entlassung aus dem Militärdienst nach einem psychischen Zusammenbruch, den er aufgrund seiner Erfahrungen in den Lazaretten erleidet.

Aufenthalt in Frankfurt (Main).

1917
Die Kriegserlebnisse lassen Beckmanns Stil einfacher, aber auch kantiger, expressiver und sozialkritischer werden.
1919
Er lehnt eine Berufung an die Weimarer Kunstschule (das spätere Bauhaus) ab.
1925
Übernahme des Meisterateliers der Städel-Kunstgewerbeschule in Frankfurt (Main).

Scheidung von Minna Tube.
Heirat mit Mathilde von Kaulbach.

1929
Ernennung zum Professor in Frankfurt (Main).

1929-1932
Jeweils von September bis Mai wohnt Beckmann in Paris.

1931
Er wird von nationalsozialistischer Seite zunehmend angegriffen.

1932-33

Mit der Entstehung des ersten von neun monumentalen Triptychen setzt eine neue Schaffensperiode ein.

1933
Entziehung des Lehrauftrags.

1937
Die Nationalsozialisten diffamieren Beckmann als "entarteten Künstler" und beschlagnahmen 509 seiner Werke aus deutschen Museen. Gemeinsam mit seiner Frau emigriert er nach Paris und später nach Amsterdam.

1940
nach dem Einmarsch deutscher Truppen in die Niederlande verbrennt Beckmann seine Tagebücher.

1947
Übersiedlung in die Vereinigten Staaten, Gastprofessur an der Washington University Art School (St. Louis).

1948
Umfassende Retrospektive im City Art Museum (St. Louis), die anschließend noch in Detroit, Los Angeles, San Francisco und Cambridge (Massachusetts) gezeigt wird.
1949
Er unterrichtet an der Brooklyn Museum Art School (New York).

27. 12. 1950
Max Beckmann stirbt in New York.



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