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Daniel Buren (*1938 in Frankreich)
begann Ende der 1960er Jahre unter demonstrativem
Verzicht auf ein Atelier mit seinen Plakaten, den
Affiches sauvages, den öffentlichen Raum zu
gestalten. Die farbigen, 8,7 cm breiten vertikalen
Streifen sind zu einer Art Markenzeichen geworden.
Diese Streifen dienen ihm bis heute als visuelles
Werkzeug. In ihrer Form sind sie bewusst banal,
inhaltsfrei und bedeutungslos. Konsequent
widersetzen sie sich dem Glauben an die Autonomie
des Kunstwerkes und weisen den Betrachter in erster
Linie auf den Ort ihrer Anbringung hin. Damit
besetzte der Konzeptkünstler Buren ein neues
Feld in der Kunst, das ausschließlich durch
diese minimalistischen Zeichen sichtbar wird. Neben
den stets wiederkehrenden verschiedenfarbigen
Streifen, die häufig auf Stoffbahnen
aufgetragen sind, arbeitet Buren mit Glas, Spiegel
und transparenten Materialien, die sich den
Streifen stets unterordnen. Mit Licht, Farben und
Schatten schafft er eindrucksvolle
Rauminstallationen, die die Wirkung des Raums
maßgeblich verändern. Die sechs Meter
hohen Oberlichtsäle der Staatlichen Kunsthalle
Baden-Baden wird Daniel Buren mit ortspezifischen
Interventionen bespielen, die sich mit dem
neoklassizistischen Ausstellungshaus von Hermann
Billing auseinandersetzen. (PR)
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