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5. Juli bis 7. September
SKULPTURENSOMMER IN BADEN-BADEN
Im Herbst 2004 wird der Neubau der
Sammlung Frieder Burda direkt neben der Staatlichen
Kunsthalle Baden-Baden eröffnet. Die
Kunsthalle selbst befindet sich von Juni bis
September 2003 in einem tiefgreifenden Umbau.
Aufgrund der regen Bautätigkeit in 2003, die
sowohl die Sammlung Frieder Burda wie auch die
Staatliche Kunsthalle betrifft, haben sich die
beiden Institutionen entschlossen, ihre
Aktivitäten von innen nach außen zu
verlegen.
"Durchgehend geöffnet – Skulpturensommer in
Baden-Baden" hat den Park für etwas mehr als
zwei Monate in einen Kunstparcours verwandelt. Auf
der Grundlage des gemeinsam erarbeiteten Konzepts
wurden elf Bildhauerinnen und Bildhauer zur
Mitwirkung an diesem hochkarätigen
Skulpturenprojekt eingeladen. Die
Künstlerinnen und Künstler entstammen
alle einer Generation und sind durch
vielfältige Beziehungen, Einflüsse und
Bekanntschaften miteinander verbunden.
Thomas Schütte hat zwei seiner anthropomorphen
Bronzegussfiguren "Große Geister" in
szenischer Zuspitzung auf die Terrasse des Theaters
Baden-Baden am Goetheplatz gestellt.

Isa Genzken, Rose
Foto: Wolfgang Peter
Isa Genzken hat die Öffnung der
Kunstinstitutionen in den Außenraum, und
damit in die Öffentlichkeit, metaphorisch
aufgenommen. An der zum Park gerichteten
Außenfassade der Kunsthalle wird sie die
überdimensionierte Fotografie eines
menschlichen Ohres anbringen.
Katharina Fritsch zeigt im einzig zugänglichen
Raum der Kunsthalle einen weißen Kubus mit
lilafarbenen Nikoläusen. Stephan Huber entwarf
für das Skulpturenprojekt zwei neue
Stadtpläne, die anstatt der üblichen
topografischen Strukturen, den Straßen- und
Ortsnamen, Aufschluss über die
kulturhistorischen, philosophischen und
literarischen Vernetzungen der traditionsreichen
Bäderstadt geben.
Georg Herold hat im Park die Ecke eines
Gebäudes aus Beton so positioniert, dass
für den Betrachter der Eindruck eines
versunkenen Hauses entsteht. Martin Honert
schlägt im Garten von Brenner´s Parkhotel
& Spa den getreuen Nachbau eines Zeltes aus den
60er Jahren auf. Aus hartem Material und vollkommen
unbeweglich, steht die Zeltskulptur - eine Art
dreidimensionaler Fotografie - für die
Mechanismen der Erinnerung.
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Durchgehend
geöffnet
Skulpturensommer in Baden-Baden 2003
von Matthias Winzen und Isabel
Greschat
Katalog zum Ausstellungsprojekt in der
Lichtentaler Allee Kartoniert, 96 Seiten,
48 Abbildungen, Dumont Verlag

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Der als "Fallensteller"
international bekannte Andreas Slominski
hat seine erste Tierfalle, eine Fanganlage
für Rinder, im Außenraum
realisiert.
Als Seitenblick auf das badische Grenzland
wird der Franzose Bernar Venet mit einer
seiner spannungsvoll bewegten
Linienskulpturen "Deux Lignes
Indéterminées"
einbezogen.
Der Baden-Badener Karl Manfred Rennertz
hat sein aus mehreren Baumsäulen
bestehendes Werk "Lichtentaler Allee" neu
belebt und wird den Besuchern das
skulpturale Arbeiten in einer "offenen
Ateliersituation" näher bringen.
Olaf Metzel, der in der Vergangenheit mit
spektakulären politischen Arbeiten im
Außenraum bekannt wurde, hat sich in
Baden-Baden für eine gezielte
Untertreibung entschieden. Am Oos-Bach,
der Baden-Baden durchkreuzt, hat er eine
Fußmatte aus massiver Bronze
ausgelegt, deren Geflecht an den
Buchstaben O erinnert und die metaphorisch
auf den Ort Bezug nimmt.
Stephan Balkenhol hat seine aus Holz
geschnitzten "Hermen" in Büschen in
der Lichtentaler Allee so positioniert,
dass für die Spaziergänger nur
die Köpfe zu sehen sind.
Die Ausstellung zeigt so verschiedenste
Möglichkeiten, Skulptur im
Außenraum anzusiedeln und mit Kunst
in der Öffentlichkeit umzugehen.
Unterhaltsam und witzig, anregend und
nachdenklich, laden sie zu Entdeckungen
ein. Im Dialog mit der Natur erzeugen sie
ein Energiefeld, das die Sinne
auflädt und das Flanieren durch die
Allee spannend macht.
Der Katalog, herausgegeben von Isabel
Greschat und Matthias Winzen, mit Texten
von Nicole Fritz, Isabel Greschat, Dirk
Teuber, Jürgen Lodemann und Matthias
Winzen, ca. 100 Seiten, zahlreiche
Abbildungen, erscheint im DuMont Verlag,
Köln.
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DIE SAMMLUNG FRIEDER
BURDA
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Staatliche Kunsthalle
Baden-Baden
Lichtentaler Allee 8,
76530 Baden-Baden
Telefon 07221-30076-3
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