
Mit 14 Jahren hatte der 1936 in Wiesbaden geborene
Zender erstmals die Darmstädter Ferienkurse
für Neue Musik besucht, wo ihn die Idole der
Avantgarde der 50er und 60er Jahre, die Komponisten
Pierre Boulez und Karl-Heinz Stockhausen
begeisterten.
Nach seiner Studienzeit an der Frankfurter
Musikhochschule, wo er heute als Professor für
Komposition lehrt, war Zender von 1959 bis 1963
Kapellmeister an den städtischen Bühnen
Freiburg. Anschließend war er bis 1968
Chefdirigent des Theaters der Stadt Bonn, danach
bis 1971 Generalmusikdirektor der Stadt Kiel. 1972
übernahm Zender die Leitung des
Radio-Sinfonieorchesters Saarbrücken, dem er
zu internationalem Ansehen verhalf und dem er bis
heute als Dirigent verbunden ist. Seinen besonderen
Ruf als Dirigent erlangte Zender durch seine
Parsifal-Einstudierung 1975 in Bayreuth, und 1976
durch seine Neueinstudierung von Bernd Alois
Zimmermanns Soldaten an der Hamburgischen
Staatsoper. Dort war er später, von 1985 bis
1987, auch als Generalmusikdirektor tätig.
Zender erhielt für seine Arbeit zahlreiche
Auszeichnungen und Ehrungen, darunter den
Goethepreis der Stadt Frankfurt und ein Stipenium
der Bundesrepublik Deutschland für zwei Jahre
Studienaufenthalt in der Villa Massimo, Rom.

Seit 1999 ist Hans Zender ständiger
Gastdirigent und Mitglied der künstlerischen
Leitung des SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und
Freiburg.
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